Die (Über)Macht der Medien

Gepostet am 27. Feb. 2013 in Blog

Die Pressefreiheit ist wohl unbestritten eines der wichtigsten Bausteine einer gut funktionierenden Demokratie.
Wenn verantwortlich damit umgegangen wird, ist sie ein Segen, wenn nicht, kann sie aber auch Fluch sein.
In Verantwortung steht dabei aber nicht nur der Sender, sondern auch der Empfänger einer Botschaft.

Wenn beispielsweise die Bild-Zeitung wie kürzlich tituliert „Heizöl wird bis 2030 um 100 Prozent teurer“, dann muss man sich als Leser einfach auch mal fragen, woher die das wissen sollen!

Hintergrund ist dabei eine von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegebenen Studie, in der dies als mögliches Szenario beschrieben wurde.

Es geht mir hier aber eigentlich gar nicht um das Ergebnis der Studie, die nichts anderes besagt, als dass die Preissteigerung bei Heizöl in den nächsten Jahren einfach etwas über der allgemeinen Inflationsrate liegen könnte, so wie dies wahrscheinlich bei allen anderen Energieträgern auch der Fall sein wird und der man rechtzeitig mit geeigneten Maßnahmen auch ganz gut gegensteuern kann.

Es geht darum, dass eine Überschrift einfach als Fakt formuliert wird, was in Wirklichkeit nur ein mögliches Szenario ist.
Es wäre durchaus auch denkbar und möglich, dass der Heizölpreis in den nächsten Jahren stabil bleibt, oder sogar fällt!

Wenn das gute und sachliche Presse sein soll, dann wundert es mich auch nicht, dass in Italien Berlusconi nach seinem bisherigen Lebenslauf nun wieder Macht erlangt hat.
Hier wurden die Leute wohl ähnlich sachlich informiert!

Gute Nacht, armes Italien und wohl bald auch Deutschland.

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