Heizölpreis-Prognose 06/2018 bis 07/2018

Gepostet am 26. Jun. 2018 in News

Die Heizölpreise in Deutschland haben in den letzten Wochen einen schönen Abwärtstrend vollzogen. Seit dem bisherigen Jahreshöchststand vom 24. Mai sind die Notierungen wieder um rund fünf Cent pro Liter gefallen .

Dieser Rückgang war natürlich zum Großteil auch von der Erwartung der nun beschlossenen OPEC-Fördererhöhung getragen.
Nun liegen die Fakten auf dem Tisch und es ergibt sich am Ölmarkt eine neue Situation.
Wie oben bereits ausgiebig analysiert, ist aus unserer Sicht  nicht damit zu rechnen, dass die Rohölpreise nun einbrechen werden. Nach jetzigem Kenntnisstand dürften die Futures wohl in den nächsten Wochen weiter seitwärts tendierten, immer voraussgesetzt es treffen keine unvorhersehbaren Ereignisse ein.
Von Währungsseite gibt es nach wie vor keine Unterstützun g für unsere Heizölpreise. Im Gegenteil, der Euro hat in den letzten vier Wochen im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiter leicht nachgegeben.
Während in den USA in diesem Jahr mittlerweile fest mit ingesamt vier Zinsanhebungen zu rechnen ist, mauern die Währungshüter in der EU weiter, wenn es um eine Straffung der nach wie vor ultralockeren Geldpolitik geht.
Außerdem eilt die EU vor einer Zerreißprobe zur anderen . Erst der Brexit , dann die   Regierungskrise in Italien und nun die Uneinigkeit bei der Asylpolitik .
Alles keine Argumente, um auf den Euro zu setzen!
Am heimischen Heizöl-Markt halten sich die Verbraucher mit Käufen nach wie vor stark zurück. Seit Anfang April dümpelt die Nachfrage auf extem niedrigem Niveau vor sich hin, was hauptsächlich an den gefühlt hohen Heizölpreisen liegt.
Gefühlt deswegen, weil diese in der längerfristigen Betrachtung eigentlich auf einem durchaus nicht unattraktiven Niveau liegen, was nachfolgende Grafik sehr schön aufzeigt.
Doch wir Menschen neigen dazu, uns sehr schnell an schöne, liebgewonnene Dinge zu gewöhnen und dazu gehört wohl auch ein Heizölpreis, der in den letzten beiden Jahren um diese Jahreszeit rund 15 Cent unter dem aktuellen Niveau lag.
Da die Hoffnung ja bekanntermaßen immer zuletzt stirbt ist es kein Wunder, dass sich das Gros der Verbraucher weiterhin in Warteposition befindet und auf weiter fallende Notierungen in der zweiten Sommerhälfte spekuliert.
Wir sehen derzeit aber leider nur geringe Chancen für weiter deutlich fallende Notierunge n, halten derzeit aber auch das Aufwärtspotenzial für begrenzt.
Es sollte aber dabei das Riskio sehr langer Lieferzeiten zu Beginn der Heizperiode bedacht werden, denn aufgrund des Käuferstreiks der letzten Monate ist damit zu rechnen, dass es im Herbst zu einem Bestellboom kommen wird, der die logistischen Möglichkeiten des Handels an die Grenzen bringen dürfte. Dass dann auch die Notierungen durch diesen Sondereffekt anziehen werden, ist leicht vorhersehbar.
Wir sehen auf Sicht der nächsten vier Wochen  stagnierende Heizölpreise und raten daher zu einem rechtzeitigen Bevorratungskauf!