Ölscheichs verlässlicher als Waldbauern?

Gepostet am 19. Aug. 2013 in Blog

Eine sehr interessante Entwicklung ist derzeit bei den Brennstoffkosten zu verfolgen.

Während die Heizölpreise derzeit rund 10 Prozent unter Vorjahr und nur vier Prozent über den Preisen vom Sommer 2011 liegen, sind die Pelletspreise im Jahresvergleich um über 20 Prozent angestiegen.

Der Grund hierfür ist schnell gefunden, denn die Waldbauern und sonstigen Forstbesitzer sehen es derzeit einfach nicht ein, ihren mittlerweile doch recht wertvoll gewordenen Bestand abzuholzen und diesen gegen frisch gedruckte Euros zu tauschen.

Ich und wohl jeder von uns würde ganz genauso handeln.

Jetzt stellt sich halt die Frage, wie weit dieses Spielchen noch weitergeht, denn eine übergeordnete Organisation oder eine Art Verband gibt es bei den Waldbauern nicht und dass der Einzelne mit Weitblick zum Wohle der Allgemeinheit handelt, ist nicht unbedingt zu erwarten.

Anders sieht es da schon am Ölmarkt aus. Geht der Preis hier zu stark nach oben, greift sofort die OPEC ein und reguliert über die Fördermenge, was zugegebenermaßen mal gut und manchmal weniger gut funktioniert.

Man will die Lage ruhig handeln, denn ein stark steigende Ölpreis erhöht natürlich den Innovationsdruck und die Abkehrbereitsschaft vom schwarzen Gold.

Läuft es am Ende darauf hinaus, dass der Ölscheich ein verlässlicherer Partner ist, als der heimische Waldbauer?

Eine zugegebenermaßen etwas provokante Frage!