Regulierung der Folgen der Deregulierung!

Gepostet am 18. Sep. 2013 in Blog

Keine so schöne Erfahrung habe ich zuletzt mit meinem Wechsel des Stromanbieters gemacht. Wohlwissend, dass dieser nicht auf immer und ewig der günstigste Anbieter sein wird (was er übrigens auch beim Wechsel schon nicht war, aber hier spielen halt auch noch andere Dinge eine Rolle, wie Seriösität, Umwelt etc.) vollzog ich den doch recht einfachen Onlineauftrag und es hat auch alles prima geklappt.

Auch die Eingabe des Zählerstandes erfolgte komfortabel über das Serviceportal. Echt super!

Nun kam aber die Jahresrechnung und auch die bereitete mir zunächst große Freude, habe ich doch weniger Strom verbraucht als ursprünglich erwartet und auch der versprochene Wechselbonus war angerechnet. Ich habe ein dickes Plus bei denen!

Die Ernüchterung kam dann mit den künftigen Abschlagszahlungen. Diese sind gleichgeblieben! Aber warum, das gibts doch nicht!

Der Grund war schnell gefunden. Der Strompreis wurde mal soeben von knapp 19,97 Cent auf 31,32 Cent angehoben! Also mehr als 50 Prozent. Und das mit einem kleinen unscheinbaren Satz auf Blatt vier von vier!

Beim Reklamationsgespräch (das ich mir natürlich hätte sparen können, aber wenn ich meinen Frust irgendwo ablassen kann, gehts mir halt einfach wieder besser) kam dann heraus, dass ich ja eigentlich selbst Schuld sei, habe ich doch übersehen, rechtzeitig zu kündigen. (Ich wollte überigens gar nicht kündigen, weil ich gedacht habe, ich bin bei dieser Gesellschaft gut aufgehoben. Mit einem Strompreis im zweiten Jahr, der in etwas auf höher des Regionalvesorgers gelegen hätte, wäre ich durchaus einverstanden gewesen, denn das jemand dauerhaft der Billigste und Beste sein kann, ist eher selten)

Ich frage mich nun, ob das noch die richtigen Geschäftsgebahren sind. Da hat sich wohl eine ganze Branche etwas vom Zeitungsabogeschäft abgeschaut.

Hier geht es aber nicht darum, ob man eine Zeitung noch ein weiteres Jahr ließt, die man im ersten Jahr vielleicht kostenlos erhalten hat, sondern ob sich der Strompreis für ein Jahr einfach mal um 50 Prozent erhöht, was schnell einige hundert Euro sind!

 

Sind wir jetzt soweit, dass wir die Folgen der Strommarkt-Deregulierung schon wieder gesetztlich regeln müssen, damit Verbraucher nicht über den Tisch gezogen werden? Armes Deutschland!

Da bin ich richtig stolz auf unsere Branche und unser Unternehmen. Wir kämpfen jeden Tag und jedes Jahr neu um die Gunst unserer Kunden und die Einsparung, die mit uns beim Heizöl-Kauf erzielt wird, kommt auch tatsächlich sofort im Geldbeutel an! Und bleibt auch drin!!!

 

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