Heizöl-Weblog Archiv Februar 2007


FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.

 

Mittwoch, 28. Februar 2007

Übers Ziel hinausgeschossen

...hat unser lieber Finanzminister Peer Steinbrück, als er im vergangenen Jahr gegen den Widerstand vieler, die Besteuerung von Biodiesel und Pflanzenöle durchgedrückt hat.

Klar hat er nicht wissen können, dass die Rohölpreise wieder rückwärts marschieren und den Dieselpreis soweit fallen lassen, dass kein Mensch mehr Biosprit tanken will.

Und jetzt kommt auch noch die Verkündung des Weltunterganges hinzu, genau in der Phase, wo eine ganze Branche - sprich alle, die Biodiesel in Reinform anbieten - vor der Aufgabe steht.
Jetzt wo wir händeringend nach Alternativen suchen und sogar die Amis auf Biosprit setzen.

Genau! - während in den USA der Staat kaum nennenswerte Steuern auf Kraftstoffe erhebt - was sicher auch nicht richtig ist und sich wohl auch ändern muss - wird bei uns sofort eine ganze Branche vernichtet, die mit viel Engagement und Leidenschaft, einen Versorgungsauftrag angenommen hat, hunderte von Tankmöglichkeiten und wohl gemerkt auch tausende Arbeitsplätze geschaffen hat.

Es könnten dem Fiskus ja ein paar Millionen durch die Lappen gehen. Nein, Nein, das ist uns die Umwelt dann wohl doch nicht wert - obwohl paradoxerweise zuerst Millionen in die Förderung von Biokraftstoffen gesteckt wurden.

Auf der anderen Seite gehen Milliarden (!) an Mineralölsteuer durch den sog. Tanktourismus an den Landesgrenzen zu unseren innereuropäischen Nachbarn verloren.

Skandal 1: Die EU hat es immer noch nicht geschafft bzw. ist gar nicht gewillt, die Verbrauchssteuern europaweit zu harmonisieren.

Skandal 2: Die Bundesregierung tut nichts bzw. zu wenig, um diese Steuerausfälle zu verhindern.

Da knallt man lieber gleich mal eine Steuer auf Biodiesel und Pflanzenöle drauf - ist wohl einfacher.

Traurig, aber leider wahr.

 

Dienstag, 20. Februar 2007

Hilft auf Dauer nur Sparen?

Dass wir ein CO2-verursachtes Klimaproblem haben, ist eigentlich nichts Neues, scheint aber nun wohl "amtlich" und somit offizielle Aufgabe der Politik und öffentliches Interesse zu sein.

Nun gilt es also gegenzusteuern. Aber nur wie? Was sind die Alternativen bei Stromgewinnung, Verkehr, Heizenergie?

Die größten Probleme gibt es sicher beim Autofahren und beim Heizen zu lösen, denn so einfach hier auf Bio zu machen is nich.
Holzpellets bzw. Holzheizungen stehen immer wieder in Verdacht, aufgrund Ihres Feinstaubausstoßes die Gesundheit der Menschen zu gefährden.
Pflanzenöle konkurrieren mit Nahrungsmitteln um die Ackerflächen und erreichen in der gesamten Wertschöpfungskette nicht immer eine positive Ökobilanz. Wer will außerdem Menschenleben in Drittländern, mit dem Energiedurst der Industrienationen abwägen?
Und sogar die Kühe stehen arg in der Kritik, weil Sie ja nicht unerheblich das Treibhausgas Methan produzieren.

Nicht wenig spricht also dafür, weiter auf bestehende optimierte Systeme wie die moderne Ölheizung zu setzen.
Wer mit einer solchen rund 30 Prozent Brennstoff einspart weiss, dass dies eine wesentliche und messbare Verbesserung für die Umwelt und obendrein für den eigenen Geldbeutel ist.
Und Sparen als alte Tugend hat mit Geiz nun wirklich nichts zu tun und hilft garantiert auch!

 

Freitag, 09. Februar 2007

Brennstoffbranche arg gebeutelt

"Des einen Freud des anderen Leid" beschreibt gut
die derzeitige Situation auf dem Brennstoffmarkt.

Während die Händler arg gebeutelt wohl eher den Wetterbericht verfolgen, als das Geschehen an den internationalen Ölmärkten, freuen sich die Verbraucher über kaum spürbaren Verbrauch und eine Entlastung der Haushaltskasse.

Ähnlich schlecht wie der Brennstoffbranche geht`s wohl derzeit nur Streusalzproduzenten und Skiliftbetreibern.