Heizöl-Weblog Archiv Februar 2009
FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.
Mittwoch, 25. Februar 2009
Was macht eigentlich.....?
Haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, was mit unserem Freund Mahmud Ahmadinedschad los ist?
Wenn Sie mit dem Namen auf Anhieb nichts anzufangen wissen, ist das nicht so schlimm, ist es doch in letzter Zeit erstaunlich ruhig um den iranischen "Atomwaffen-Präsidenten" geworden.
Uns ist er natürlich sehr geläufig, mussten wir im Sommer letzten Jahres zwangsläufig fast täglich über ihn im Zusammenhang mit den explodierenden Ölpreisen berichten.
Jetzt kann man natürlich spekulieren, warum uns die atomare Gefahr aus dem Nahen Osten plötzlich nicht mehr jeden Tag um die Ohren gehauen wird. Oder findet sich zwischen all den Bankenpleiten bloß keine Zeit (keine Zeit heißt übersetzt auch "nicht wichtig genug") mehr für die Berichterstattung?
Vielleicht ist es dem Ölscheich aus Teheran aber einfach zu gefährlich, sich mit dem neuen US-Präsidenten Obama anzulegen, der ja im Gegensatz zu seinem Vorgänger tatsächlich was drauf zu haben scheint und vor allem über Rückhalt in der Bevölkerung verfügt?
Oder umgekehrt, ist es Obama zu blöd, die Kriegsspiele vom kleinen Willi Busch und dessen Vater weiterzuspielen? Die beabsichtigten massiven Kürzungen im Verteidigungshaushalt lassen dies vermuten.
Fakt ist, dass das Thema Iran seit geraumer Zeit keine Rolle mehr spielt, wenn es um die Preisfindung für das schwarze Gold geht. Warum auch, es müssen ja nicht mehr künstlich in die Höhe getriebene Preise irgendwie gerechtfertigt werden.
In Zeiten, wo das Öl die Läger und Tanker füllt und es keine Abnehmer mehr finden will, fallen auch die angsteinflössendsten Wortgefechte auf unfruchtbaren Boden. Das macht auch den Herrn Ahmadinedschad keinen Spaß mehr, für den es ein wahrer Genuss gewesen sein muss, mit ein paar Provokationen seine eigenen Einnahmen in die Höhe getrieben zu haben.
Gott sei Dank möchte man sagen, waren doch die Leidtragenden dieser hollywoodreifen Darbietungen hauptsächlich wir Verbraucher.
Nur schade, dass man sich angesichts der derzeit recht unlustigen Lage kaum darüber freuen kann.
Übrigens: Nach 14 Jahren Bauzeit ist das erste Atomkraftwerk im Iran nun gerade fertiggestellt worden und soll noch im zweiten Quartal dieses Jahres in Betrieb gehen. Haben Sie`s mitbekommen?
Donnerstag, 05. Februar 2009
Bald Verschrottungsprämie für alte Heizungen?
Das Unwort des Jahres 2009 steht für mich jetzt im Februar schon fest. Ja, es kann doch nur die Verschrottungsprämie sein!
Kaum zeigt sich bei den Autos, wie man mit ein paar schlappen Milliarden Steuergeldern die japanische Konjunktur ankurbelt, schon kommen die nächsten Geier und wollen eine Verschrottungsprämie für alte Heizkessel.
Bald werden die Hausgerätehersteller auftrumpfen und eine Wechselprämie auf alte Waschmaschinen fordern.
Wie wärs denn noch mit einer Aktion für alte Heizdecken - die brauchen besonders viel Strom!
Klaro, jede sparsamere Heizung ist ein Gewinn für die Umwelt und langfristig wohl auch für den Geldbeutel des Betreibers.
Aber zum Beispiel die in vielen Fällen unsinnige Förderung von unwirtschaftlichen Wärmepumpen, die dann mit Atomstrom betrieben werden, der dann noch dazu künftig aus Frankreich oder Tschechien kommen soll, kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Auch Gas wurde jahrzehntelang über Anschlusszwänge und -prämien gefördert, mit Geldern, die in letzter Konsequenz aus einem Markt mit monopolistischen bzw. oligopolistischen Strukturen stammen, wo die Verbraucher immer die Zeche bezahlen.
Wie schnell dann die Wohnungen kalt stehen können, zeigte sich vor ein paar Wochen.
Irgendwann muss auch mal wieder gut sein und die Wirtschaft sich selbst regulieren, zumal meist einseitig angelegte Förderungen auch stets Verlierer haben, die oft vergessen werden.
Wir sehen jedenfalls seit Jahren eine permanente Benachteiligung des Systems Ölheizung, obwohl diese in moderner Form mittlerweile zu den umweltfreundlichsten und sichersten zählt. Und man höre und staune, sich auch wieder steigender Beliebtheit erfreut - und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, siehe unten!
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