FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.
Dienstag, 29. Juni 2010
Auch Hurrikan macht aus Flaute keinen Wind
Nein, das ist nicht der neueste Wetterbericht, ich versuche nur einen Zusammenhang zwischen Windgeschwindigkeiten und dem Heizölmarkt herzustellen.
Genauer gesagt geht es um die zwei Extreme - Flaute und Hurrikan.
Beide spielen am Ölmarkt derzeit stark unterschiedliche Rollen.
Während die derzeitige Nachfrage-Flaute am heimischen Heizöl-Markt kaum jemanden - außer vielleicht die Heizölhändler - interessiert und die Preise - anderes als man in solchen Phasen vermuten möchte - nicht nach unten gehen, genügt es schon, wenn im Golf von Mexiko ein paar dunkle Wolken aufsteigen, um eine entsprechende Reaktion nach oben hervorzurufen.
Daraus ergibt sich dann folgende Konklusion für das globale Wirtschafts- und Finanzsystem und ganz speziell für den Ölmarkt:
Was global auftreten kann, nämlich die Flaute, wirkt auch nicht immer global, schon gar nicht wenn sie nur lokal auftritt.
Was hingegen nur lokal auftreten kann (Hurrikan), wirkt aber trotzdem global, auch wenn es lokal gar keine Rolle spielt.
Alles klar?
Freitag, 18. Juni 2010
König Fußball regiert die Welt
Die Fußball-WM ist in aller Munde. Das runde Leder beherrscht sogar die Nachrichten und drängt die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sowie die Wirtschafts- und Finanzkrise in den Hintergrund. Manchmal hat man den Eindruck die Welt wurde von Ihren Problemen befreit.
Selbst diesen Akteuren auf und neben dem Platz scheint das Fußballfieber ein wenig zu Kopf gestiegen zu sein ....
Dienstag, 01. Juni 2010
An der falschen Stelle gespart!
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hätte möglicherweise sehr einfach vermieden werden können.
In Norwegen und Brasilien ist ein Notschalter vorgeschrieben, der ein Bohrloch bei austretendem Gas - was ja die Explosion der Bohrinsel verursacht hat - ferngesteuert verschließt.
Die us-amerikanische Öllobby hat sich erfolgreich dagegen gewehrt, dass das so genannte "Acoustic Switch"-System in Alaska und im Golf von Mexico zwingend verwendet werden muss.
Immerhin kostet so ein System doch rund 500.000 US-Dollar!
Bei einem Gesamtschaden, der in den Milliarden liegen wird, ist diese Rechnung wohl nicht aufgegangen.
Fast könnte man etwas Schadenfreude empfinden, wäre nicht Natur und Umwelt in einer Weise betroffen, die nur tiefe Traurigkeit und große Betroffenheit hervorrufen kann.