Heizöl-News vom 27.04.2003OPEC will tatsächliche Förderung drosselnZwar beschloss die OPEC in ihrer Sitzung am Donnerstag eine Erhöhung der Förderquoten von 24,5 Millionen Barrel pro Tag auf 25,4 Millionen, tatsächlich jedoch kommt dies bei einer geschätzten derzeitigen Förderleistung von rund 27 Mio. einer Kürzung der Fördermengen gleich. Der Markt nahm diese Entscheidung mit fallenden Rohölkursen zur Kenntnis. Der OPEC-Korbpreis in New York lag am Freitag nachmittag bei rund 26 US-Dollar, Nordseeöl Brent in London bei knapp 24 Dollar pro Barrel. Der Dollar schwächelt wieder etwas bei Kursen um 0,90 Euro für einen "Greenback". Folglich gaben auch unsere Heizölpreise im Vergleich zum Ende der Vorwoche wieder etwas nach, was allerdings nicht überall die Nachfrage beleben konnte. Obwohl derzeit die Preise als durchaus attraktiv zu bezeichnen sind, sehen doch viele Verbraucher die derzeit günstigen Rahmenbedingungen für die künftige Rohöl- und somit Heizölpreisentwicklung: - Entspannung im (ehemaligen) Kriesgsgebiet - Schwache Nachfrage bedingt durch Wirtschaftsflaute und SARS - Schwacher Dollar - Baldige Wiederaufnahme der irakischen Öllieferungen Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die Preisbildung trotz der guten Rahmenbedingungen nach wie vor überwiegend durch unkalkulierbare Entscheidungen eines Kartells beeinflusst wird. So muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden, ob er auf weiter fallende Kurse spekuliert, oder auf Nummer sicher geht und zu den derzeitigen, im mittelfristigen Vergleich (siehe auch unser Heizölchart) durchaus interessanten Preisen bestellt. Wir erwarten nächste Woche an den Rohstoffmärkten einen eher ruhigen Handelsverlauf mit wenig veränderten Preisen. |
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