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Marktbericht vom 15.06.2003
Obwohl selbst der OPEC-Präsident Abdullah bin Hamad al-Attiyah verlauten lies, dass "die derzeit hohen Ölpreise in den USA angesichts der Fundamentaldaten nicht gerechtfertigt sind" und "es am Markt keinen Mangel an Öl gibt" gaben die Rohölpreise im Wochenvergleich nur leicht nach. Schuld daran sind immer wieder Nachrichten über geringe Lagerbestände und zu befürchtende Engpässen bei der Benzinversorgung in den USA. Angesichts der erwähnten guten Versorgungslage bei Rohöl können diese Probleme aber nur technischer bzw. logistischer Natur sein.
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Die Rohöl-Futures an der Warenterminbörse in New York (NYMEX) liegen derzeit bei 30,60 US-Dollar je Barrel, während die Nordseemarke Brent in Londen an der IPE bei rund 26,40 Dollar notiert. Auch der Dollar hat wieder den Weg nach unten eingeschlagen. Er ist derzeit für 84,25 Euro-Cent zu kaufen.
Die eingangs zitierten Äußerungen des OPEC-Präsidenten belegen unsere Einschätzung des Marktes, dass die OPEC eher auf der Preisbremse steht. Derzeit trifft der hohe Rohölpreis, bedingt durch die Dollar-Schwäche, überwiegend die USA, die ja ebenfalls mit wirtschaftlichen Problemen kämpfen. Das hier politischer Druck auf die OPEC ausgeübt wird, ist eine sicherlich naheliegende Vermutung. Ein weiterer Anstieg des Rohölpreises dürfte auch durch den Markt selbst verhindert werden. Je höher der Ölpreis, desto lukrativer ist eine höherer Ausstoß natürlich auch für die Nicht-OPEC-Staaten, die ja ca. zwei Drittel des weltweiten Bedarfes produzieren.
Trotzdem scheint die OPEC die Märkte derzeit relativ gut im Griff zu haben, so dass auch in naher Zukunft wohl keine gravierenden Ausschläge nach unten oder oben zu erwarten sind. Der nach wie vor äußerst schwache Dollar wird uns auch diese Woche wieder sehr günstige Kaufkurse für Heizöl bescheren.
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Nicht nur im Jahresvergleich, auch zur Vorwoche ist Heizöl derzeit wieder günstiger zu haben. Das Statistische Bundesamt berichtete am Freitag, dass die Erzeugerpreise im Mai aufgrund der gesunkenen Ölpreise um 0,3 % gegenüber dem Vormonat zurückgingen.
Wie von uns prognostiziert, bleibt die offizielle Förderquote der OPEC-Staaten vorerst unverändert