Marktbericht vom 04.07.2004
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 04.07.2004, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 04.07.2004

Heizölpreise stark angestiegen

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 04.07.2004, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die letzte Woche zeigte wieder deutlich, wie nervös und unberechenbar die Ölmärkte derzeit sind. Hatte es zu Wochenbeginn noch nach einem Preisverfall bei Rohöl ausgesehen, drehte sich der Markt zur Wochenmitte und stieg wieder kräftig an.


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So stehen die Rohöl-Futures in New York mittlerweile wieder bei weit über 38 US-Dollar pro Barrel, während die Kontrakte der Nordseemarke "Brent" in London bei knapp 36 Dollar notieren. Der Dollar verlor, nach schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten, gegenüber dem Euro und kostet aktuell rund 81 Euro-Cent.

Die Gründe für den rasanten Anstieg zum Ende der Woche sind nicht neu. Wieder einmal wird die Angst vor Terroranschlägen, sowie das starke Nachfragewachstum aus Asien herangezogen. Ebenso gibt es Äußerungen aus OPEC-Kreisen, die das derzeitige Preisniveau als niedrig genug bezeichnen und die Förderpolitik neu überdenken wollen. Die Probleme bei der Rohölverarbeitung durch veraltete bzw. fehlende Raffinerien ist ebenfalls schon seit langem bekannt. Anscheinend nutzten einfach sehr viele Ölfonds das kurzfristig stark gefallene Niveau, um sich vor dem langen Wochenende in Amerika wieder kräftig einzudecken. Denn - die mittel- und langfristige Entwicklung beim Rohölpreis scheint durch den explodierenden Öldurst in China, Indien und Brasilien klar vorgezeichnet zu sein.

Die seit Wochen erstmals schlechter als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten aus den USA scheint ein Indikator für eine leichte Abschwächung der US-Konjunktur und somit auch des Inflationsdruckes zu sein, was sich in einen Rücksetzer des Dollars im Vergleich zu Euro ausdrückte.

Die seit Wochen anhaltende Zurückhaltung der europäischen Ölverbraucher beim Heizölkauf führte nicht zu einem Preisrückgang bei den Inlandsprodukten. Mittlerweile stellen sich deshalb immer mehr Ölhändler die Frage, wie die zu erwartende Nachfrageexplosion im Spätsommer bzw. Herbst logistisch bewältigt werden kann und welche Auswirkung dieses Szenario auf die Preise haben wird. Spekulationen auf fallende Preise dürften jedenfalls aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen sehr wahrscheinlich nicht aufgehen.

Heizöl-Marktdaten

02.07.04, 23:00 Uhr
04.07.: 39,50 €
03.07.: 39,45 €
02.07.04, 23:00 Uhr
02.07.: 334,50 $
01.07.: 338,25 $
02.07.04, 23:00 Uhr
02.07.: 35,92 $
01.07.: 36,07 $
02.07.04, 23:00 Uhr
02.07.: 0,8120 €
01.07.: 0,8226 €

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