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Marktbericht vom 18.07.2004
Obwohl die OPEC planmäßig zum 01. August die Förderung um weitere 500.000 Barrel pro Tag anheben wird, führte dies an den Märkten leider zu keiner Entspannung der schwierigen Situation.
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Die Ölfutures in NewYork stehen nahe dem Rekordniveau dieses Jahres bei über 41 US-Dollar pro Barrel, während Nordseeöl "Brent" in London bei rund 38 Dollar notiert. Weiter stark behauptet zeigt sich der Euro gegenüber dem Dollar, für den aktuell nur noch gut 80 Euro-Cent zu bezahlen sind.
Dass die OPEC-Meldung über die Fördererhöhung sich an den Märkten nicht preismindernd auswirkte darf nicht verwundern. Erstens war der Beschluss schon im Vorfeld geplant, zweitens fördert die OPEC inoffiziell schon weit über der neuen Fördermenge von 26 Millionen Barrel pro Tag.
Es kommt bei den Marktteilnehmern eher negativ an, dass sich die permanenten Fördererhöhungen der letzten Wochen und Monate nicht preisberuhigend auf die Märkte auswirken konnten. Zu stark sind die psychologischen Faktoren Terrorangst und Markttechnik, sowie der fundamentale Grund der enormen Nachfragesteigerung aus Asien.
Die wöchentlichen Bestandsdaten aus den USA fallen derzeit recht unterschiedlich aus und lassen keinen klaren Trend in Richtung Bestandsauf- oder abbau erkennen. Jedenfalls scheint auch aus dieser Richtung keine bearischen Impulse ableitbar.
Lediglich der starke Euro verhindert eine Explosion der Heizöl- und Benzinpreise in Europa und hilft, dass die bereits steigende Inflationsrate nicht zu einem schwerwiegenderen Problem wird.
Die Mehrzahl der Verbraucher im Inland spekuliert anscheinend weiter auf fallende Preise, was die starkt im Minus liegenden Absatzzahlen der Mineralölwirtschaft belegen. Doch jede Woche mit schwacher Nachfrage führt zwangsläufig zur Nachfrageerhöhung in den Spätsommer- bzw. Herbstmonaten. Die Lagertanks der Heizölverbraucher sind nur unterdurchschnittlich voll und viele werden vor dem Winter ihren Bedarf decken müssen. Wer als weitsichtig agiert, bestellt bereits jetzt zum Wunschliefertermin und sehr wahrscheinlich zu Preisen, die unter den zu erwartenden Niveau im Herbst liegen dürften.
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Ohne große neue Marktimpulse marschierten die Rohölpreise vergangene Woche wieder in Richtung eines neuen Rekordhochs, dass aber glücklicherweise (noch) nicht erreicht wurde.
Die vergangene Woche hat wieder eindrucksvoll gezeigt, das der Markt derzeit gute Nachrichten ignoriert und negative Meldungen sofort in Preissteigerungen umsetzt.