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Marktbericht vom 02.06.2006
In den Iran-Konflikt scheint wieder Bewegung zu kommen. Je nach Nachrichtenlage reagieren die Ölmärkte in die eine oder andere Richtung.
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Aktuell notieren die Futures auf WTI-Rohöl bei 70,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass Nordseeöl der Marke Brent wird in London für knapp unter 70 Dollar gehandelt. Der Dollar gab leicht auf Werte um 78 Euro-Cent nach.
Nach dem bereits die USA dem Iran Entgegenkommen signalisierte und sich gesprächsbereit zeigte, was aber von der Gegenseite abgelehnt wurde, unterbreiteten nun die fünf Veto-Mächte im Weltsicherheitsrat und Deutschland dem Iran erneut ein sehr umfangreiches Angebot zur Beilegung des Atomstreites.
Sollte der Iran auf seine Uran-Anreicherung verzichten, gäbe es ein umfangreiches wirtschaftliches "Anreiz-Programm" und keine weitere Behandlung im Weltsicherheitsrat.
Sollten der Iran bis Mittel Juli kein Entgegenkommen zeigen, droht die Staatengemeinschaft mit harten Sanktionen, ohne allerdings Details zu nennen.
Die Ölmärkte reagierten auf die jeweiligen Gesprächsangebote erwartungsgemäß mit Preisrückgängen, auf die folgende ablehnende Haltung des Iran entsprechend gegenteilig.
Aufgrund der politischen Ereignisse gerieten die gestern veröffentlichen US-Lagerbestandsdaten in den Hintergrund. Marktteilnehmer nahmen, beeindruckt durch die Nachrichten zum Atomkonflikt und dem offiziellen Beginn der "Hurrikansaison", kaum Notiz davon, dass die Zahlen relativ gut ausgefallen waren.
Am Devisenmarkt herrscht Unsicherheit über die weitere Zinspolitik der US-Notenbank, die sich für die nächste Sitzung Ende Juni "alle Optionen offen hält".
Für den heimischen Heizölmarkt ist in den nächsten Wochen auch weiterhin mit einer leicht nach oben gerichteten Seitwärtsbewegung zu rechnen. Zu den politischen Unsicherheiten können ab sofort auch Negativnachrichten aus der Hurrikan-Region im Südosten der USA nicht mehr ausgeschlossen werden.
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Im Falle eines Militärschlages gegen den Iran hat dieser nun erstmals offen mit einer Gefährdung der weltweiten Energieversorgung gedroht. Die Ölmärkte reagierten daraufhin mit steigenden Notierungen.
Sowohl an den internationalen Börsenplätzen - in den USA und in Großbritannien bleiben die Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen - als auch am heimischen Heizöl-Markt herrscht derzeit ruhiger Handel bei einer stabilen Preisentwicklung.