Marktbericht vom 06.06.2006
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 06.06.2006, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 06.06.2006

Iran droht offen mit der Ölwaffe

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 06.06.2006, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Im Falle eines Militärschlages gegen den Iran hat dieser nun erstmals offen mit einer Gefährdung der weltweiten Energieversorgung gedroht. Die Ölmärkte reagierten daraufhin mit steigenden Notierungen.


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Aktuell stehen die Juli-Kontrakte auf WTI-Rohöl bei 72,20 US-Dollar pro Barrel, während die Futures auf Nordseeöl "Brent" für gut 71 Dollar gehandelt werden. Der Dollar gab wieder etwas auf Werte um 77,4 Euro-Cent nach.

Seit Monaten stehen nun die internationalen Ölbörsen im Banne des Iran-Konflikt und ein Ende ist leider nicht in Sicht.
Die Marktteilnehmer befürchten bei einem Wegfall der iranischen Öllieferungen, verursacht durch eine militärische Auseinandersetzung oder Wirtschaftssanktionen, eine starke Unterdeckung des Ölmarktes, was die Preise extrem steigen lassen würde.
Bisher wurde seitens des Iran, der das viertgrößte Ölförderland der Welt ist, ein willkürliches Zudrehen des Ölhahnes stets dementiert. Nun wurde die Drohung seitens des geistlichen Oberhauptes Ajatollah Ali Chamenei offen ausgesprochen, was zwar an der objektiven Sachlage nichts ändert, aber das Krisenszenario wieder verstärkt ins Bewusstsein bringt.
Zusätzlich gibt es neue Meldungen aus Nigeria, wo angeblich erneut acht ausländische Ölarbeiter von einer Ölplattform entführt worden sind.
Da gerät die aktuell gute Versorgungslage bei den Börsianern schnell in den Hintergrund, zumal mittlerweile auch die "Hurrikan-Saison" angebrochen ist.

Am Devisenmarkt rechnen viele Marktexperten mit einem vorläufigen Aussetzen der Zinserhöhungen in den USA. Auf der anderen Seite zeigt sich der us-amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke besorgt über die Inflationsentwicklung, was wieder für eine Zinserhöhung Ende Juni sprechen dürfte.Das Ergebnis ist ein Zick-Zack-Kurs des Euros in einer Bandbreite von 1,27 bis 1,30 US-Dollar.

Auch am Heizölmarkt scheint die Seitwärtsbewegung mit leicht nach oben gerichteter Tendenz seinen Fortgang zu finden. Solange der Iran-Konflikt nicht gelöst werden kann, ist die Aussicht auf fallende Preise äußerst gering. Sollte die Lage hier gar eskalieren oder ein Hurrikan im Golf von Mexiko größeren Schaden anrichten, würden die Preise sicher stark steigen.

Heizöl-Marktdaten

06.06.06, 23:00 Uhr
05.06.: 61,61 €
04.06.: 61,61 €
06.06.06, 23:00 Uhr
06.06.: 633,00 $
05.06.: 641,75 $
06.06.06, 23:00 Uhr
06.06.: 70,89 $
05.06.: 71,07 $
06.06.06, 23:00 Uhr
06.06.: 0,7796 €
05.06.: 0,7750 €

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