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Marktbericht vom 08.06.2006
"Vorsichtig optimistisch" wird die derzeitige Lage im Iran-Konflikt von den wichtigsten politischen Vertretern der internationalen Staatengemeinschaft bezeichnet. Die Ölpreise geben daraufhin leicht nach.
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Aktuell notieren die Juli-Futures auf Rohöl der Sorte "WTI" bei 70,60 US-Dollar pro Barrel, während Nordseeöl "Brent" in London für knapp 68,90 Dollar gehandelt wird. Der Dollar erholte sich wieder etwas auf Werte um gut 78 Euro-Cent.
Die Börsianer sehen die Nachrichtenlage aus dem Iran anscheinend mit Skepsis. Nur sehr zaghaft geben die Preise nach und das, obwohl auch die aktuellen Lagerbestandsdaten aus den USA durchaus gut ausgefallen waren. Vor allem die derzeit so viel beachteten Benzinvorräte entwickeln sich sehr zufrieden stellend.
Die Gründe für die Zurückhaltung sind offensichtlich. Nur zu schnell können sich politischen Tendenzen verkehren und auch die Gefahren durch - auch heuer wieder aufziehende - Hurrikans sind unkalkulierbar.
Am Devisenmarkt kämpft die US-Notenbank einerseits mit einer weiter gestiegenen Inflation, muss aber andererseits gegen die sich abzeichnende Abschwächung der Konjunktur gegensteuern. Dies spiegelt sich einer Zick-Zack-Bewegung des Dollars gegenüber dem Euro in einer Range von 1,27 bis 1,30 US-Dollar wider.
Aufgrund der Hoffnung auf eine diplomatische Einigung im Iran-Konflikt hat die Nachfrage nach Heizöl deutlich abgenommen. Viele Verbraucher hoffen anscheinend auf fallende Preise. Aller Wahrscheinlichkeit nach, werden diese Erwartungen aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten aber kaum erfüllt werden. Vieles deutet auch für die nächsten Tage und Wochen bestenfalls auf eine Seitwärtsbewegung hin.
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Trotz einer möglichen Einigung im Atomstreit mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine Entspannung an.
Im Falle eines Militärschlages gegen den Iran hat dieser nun erstmals offen mit einer Gefährdung der weltweiten Energieversorgung gedroht. Die Ölmärkte reagierten daraufhin mit steigenden Notierungen.