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Marktbericht vom 16.06.2006
Trotz den wiederum sehr gut ausgefallenen Lagerbestandsdaten aus den USA und ruhiger "politischer Front", kleben die Öl-Kontrakte förmlich schon seit Wochen an der 70-Dollar-Marke.
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Derzeit notieren die Futures auf WTI-Rohöl mit 70,10 US-Dollar pro Barrel wieder knapp darüber, Nordseeöl "Brent" kostet knapp 67 US-Dollar. Wenig verändert zeigt sich der US-Dollar bei Werten um 79 Euro-Cent.
Besser könnte die Nachrichtenlage für fallende Ölpreise eigentlich nicht sein. Die Lagerbestände in den USA sind gut, der Atom-Konflikt mit dem Iran ist zwar noch lange nicht gelöst, aber wohl auch nicht aussichtslos und Hurrikans werden derzeit von den Meteorologen nicht prognostiziert.
Trotzdem geben die Preise nicht noch, sondern ziehen derzeit sogar wieder leicht an.
Denn immer noch steigt die Nachfrage - vorrangig aus China und Indien - nach Öl und Ölprodukten stetig an und die Ölförderländer haben alle Hände voll zu tun, um die Nachfrage bedienen zu können. Außerdem kann sich die politische und meteorologische Situation jederzeit ändern, was an der Börse die Preise wohl schnell wieder anziehen lassen würde.
Und so halten sich die Verkaufsorders in Grenzen und ein Abgabedruck oder gar eine Flucht aus Rohstoffwerten ist an den internationalen Warenterminbörsen nicht zu verzeichnen und kurzfristig wohl auch nicht zu erwarten.
Die hohen Rohstoffkosten zeigen nun auch Wirkung auf die US-Konjunktur. Die Inflationsraten steigen an und das Wirtschaftswachstum lässt nach. Es wird mit weiteren Zinsanhebungen in den USA gerechnet, was den Dollar derzeit stützt.
Die Heizölpreise tendieren weiter seitswärts. Daran ändert auch die momentan sehr schleppende Nachfrage nichts. Die Einflussfaktoren Rohölpreis und US-Dollarentwicklung sind hier einfach zu dominant. Aufziehende Hurrikans und schlechte Neuigkeiten zum Iran-Konflikt könnten zu plötzlichen Preissteigerungen führen. Ansonsten ist bei den Heizölpreisen weiterhin mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen.
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Fehlende neue Impulse sorgen an den internationalen Ölmärkten dafür, dass die seit Wochen anhaltende Seitwärtsbewegung seinen Fortgang findet.
Trotz einer möglichen Einigung im Atomstreit mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine Entspannung an.