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Marktbericht vom 17.07.2006
Die durch den Nahost-Konflikt ausgelöste Rekordrallye an den internationalen Ölmärkten hat dazu geführt, dass auch bei Heizöl und Benzin neue Jahreshöchststände erreicht wurden.
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Aktuell notieren die Rohöl-Futures der US-Sorte "WTI" bei 77,50 US-Dollar pro Barrel, in London an der IPE (International Petroleum Exchange) pendeln die Kontrakte auf Nordseeöl "Brent" um die 76-Dollar-Marke. Der Dollar zeigt sich weiterhin erstaunlich stabil bei Werten um gut 79 Euro-Cent.
Angesichts der sich weiter verschärfenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der im südlichen Libanon vorherrschenden Hisbollah, rechnen viele Marktexperten nach wie vor mit einem baldigen Erreichen der 80-Dollar-Markte bei den Rohölpreisen. Ein Hineinziehen weiterer Staaten in den Konflikt, könnte die Stabilität des gesamten Nahen Ostens weiter schwächen und im Extremfall auch eine Ölkrise auslösen.
Entsprechend nervös verhalten sich die Märkte, die ja bereits seit Jahresbeginn unter dem Negativeinfluss des Iran-Konflikt stehen.
Auch die latente Bedrohung der us-amerikanischen Ölindustrie durch Hurrikans, die um diese Jahreszeit im Golf von Mexiko jederzeit aufziehen können, liefert einen weiteren Grund für die Börsianer, auf weiter steigende Preise zu wetten, die sich aber wohl bald auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung negativ auswirken werden.
Am Devisenmarkt blieb der vielfach erwartete Druck auf den US-Dollar vorerst aus. Ganz im Gegenteil, anscheinend sehen die Währungshändler den Dollar nach wie vor als "sicheren Hafen" in unsicheren Zeiten.
Hierzulande haben die Heizölpreise erwartungsgemäß ein neues Jahreshoch erreicht, liegen aber noch unter den Rekordwerten vom vergangenen Spätsommer. Auch in den nächsten Tagen wird die politische Entwicklung den Takt vorgeben. Das Risiko weiter steigender Preise ist nach wie vor sehr hoch.
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Die Lage im Nahen Osten scheint sich zumindest vorerst auf die Kampfhandlungen im Süden Libanons zu beschränken, was an den Ölmärkten mit Erleichterung aufgenommen wurde und zu teils stark nachgebenden Notierungen führte.
Die Eskalation im Nahen Osten zwischen Israel und dem Libanon haben die Rohölpreise auf neue Rekordmarken getrieben und ein Erreichen der 80-Dollar-Marke scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.