Marktbericht vom 20.07.2006
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 20.07.2006, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 20.07.2006

Ölpreise fallen wieder - Nahost-Konflikt vorerst offenbar keine Bedrohung

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 20.07.2006, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Lage im Nahen Osten scheint sich zumindest vorerst auf die Kampfhandlungen im Süden Libanons zu beschränken, was an den Ölmärkten mit Erleichterung aufgenommen wurde und zu teils stark nachgebenden Notierungen führte.


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Aktuell pendeln die Kontrakte auf WTI-Rohöl um die 73-Dollar-Marke, das Barrel der Nordseemarke "Brent" liegt derzeit noch einen Dollar darüber. Die US-Währung konnte sich weiter leicht verbessern und kostet rund 79,4 Euro-Cent.

Neben der ausgebliebenen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten, sorgten auch die gestern veröffentlichen Lagerbestandsdaten für Entspannung am Ölmarkt.
So konnte das us-amerikanische Energieministerium von gestiegenen Rohöl- und Benzinbeständen berichten. Letztere sind im Hinblick auf die bevorstehende Feriensaison mit einem sehr hohen Spritverbrauch als besonders wichtig anzusehen, auch und gerade in einer Zeit der latente Bedrohung durch Hurrikans.
Beide Entlastungsfaktoren können sich jedoch schnell wieder ins Gegenteil verwandeln.
Das kürzlich veröffentliche, chinesische Wirtschaftswachstum von elf Prozent im ersten Halbjahr, verdeutlichte erneut die Grundproblematik am Rohstoffsektor in den letzten Jahren. Die Märkte werden von einer stetig zunehmenden Nachfrage getrieben, die von den trägen und veralteten Produktionsstrukturen kaum gedeckt werden kann. Solange sich dieser Trend nicht umkehren lässt, wird der Ölmarkt wohl bullish bleiben.

Der amerikanische Notenbank-Chef Ben Bernanke berichtete gestern von abflauenden Inflationstendenzen in den USA, was gleichbedeutend mit dem Ende der Zinsanhebungsphase wäre. Dies führte an den Aktienmärkten zu starken Kursgewinnen, was wohl auch dem Dollar half, sein Niveau gut zu behaupten.

Trotz belebter Nachfrage ist man am heimischen Heizömarkt weit von einer Kaufpanik entfernt. Die Verbraucher reagieren mittlerweile mit Bedacht auf Krisenmeldungen aus dem Nahen Osten. Trotzdem steckt derzeit ausserordentlich hohes Risikopotenzial in den Märkten, so dass ein Kauf auf dem derzeitigen Niveau durchaus in Betracht gezogen werden sollte.

Heizöl-Marktdaten

20.07.06, 23:00 Uhr
20.07.: 63,37 €
19.07.: 64,07 €
20.07.06, 23:00 Uhr
20.07.: 629,75 $
19.07.: 623,00 $
20.07.06, 23:00 Uhr
20.07.: 73,55 $
19.07.: 73,90 $
20.07.06, 23:00 Uhr
20.07.: 0,7919 €
19.07.: 0,7945 €

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