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Marktbericht vom 24.07.2006
Eine sich über den hohen Ölpreis besorgt zeigende OPEC, sowie die Hoffnung auf eine baldige Entsendung internationalen Friedenstruppen in das Kriegsgebiet im Südlibanon, bringen an den internationalen Ölmärkten Entspannung und leicht fallende Ölpreise.
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Aktuell notieren die Futures auf WTI-Rohöl bei knapp 74 US-Dollar pro Barrel, in London kosten die aktuellen Kontrakte auf Nordseeöl "Brent" knapp 73 Dollar. Erstaunlich stabil zeigt sich weiterhin der "Greenback" bei Kursen um 79.3 Euro-Cent.
Ali Naimi, saudischer Ölminister und Präsident der OPEC, will nicht, dass "der Ölpreis in einer die Weltwirtschaft schädigende Weise ansteigt". Welche Mittel die OPEC einsetzen will, um den Ölpreis im Griff zu halten, verriet er dabei allerdings nicht. Egal, den strapazierten Nerven der Marktteilnehmer tat diese Aussage anscheindend sehr gut.
Unterdessen gehen die diplomatischen Bemühungen im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah unvermindert weiter. Mittlerweile bestehen berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz internationaler Friedenstruppen im Kriegsgebiet, was den Weg zu einem Waffenstillstand ebnen könnte.
Beide Meldungen sorgen derzeit für eine temporäre Beruhigung an den Ölmärkten, doch je nach Nachrichtenlage kann die Stimmung auch schnell wieder drehen. Auch, weil ein aufziehender Hurrikan im Golf von Mexiko das Marktgeschehen jederzeit zusätzlich belasten könnte.
Am Devisenmarkt zeigt die US-Währung erstaunliche Stärke, nachdem FED-Chef Ben Bernanke in der vergangenen Woche ein Ende der Zinsanhebungen in den USA in Aussicht gestellt hatte. Mit Spannung werden daher in dieser Woche verschiedene Daten zur US-Konjunktur erwartet, die weiteren Aufschluss über die künftige Zinsentwicklung bringen sollen.
Die Heizölpreise sind gegen Ende der Woche wieder deutlich gefallen und notieren aktuell auf einem durchaus attraktiven Niveau. Würde sich der Preis noch rund vier Wochen in diesen Regionen halten, könnte im Vergleich zum Vorjahr erstmals von günstigeren Preisen berichtet werden. Doch schnell könnten innerhalb dieser Zeit auch wieder neue Rekordwerte erreicht werden.
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Nach den Turbulenzen der vergangenen Tage und Wochen ist nun wieder Kontinuität in die Ölmärkte zurückgekehrt, so dass die Rohöl- und somit auch die Heizölpreise derzeit nur wenig Bewegung zeigen.
Die Lage im Nahen Osten scheint sich zumindest vorerst auf die Kampfhandlungen im Süden Libanons zu beschränken, was an den Ölmärkten mit Erleichterung aufgenommen wurde und zu teils stark nachgebenden Notierungen führte.