Heizöl-News vom 31.07.2006


Heizöl tendiert weiter seitwärts

 
Trotz der jüngsten Eskalation im Kriegsgebiet des Nahen Ostens, bleiben die Rohölpreise vorerst stabil und auch die Notierungen für Heizöl werden vorerst weiterhin seitwärts erwartet.

Aktuell stehen die Futures auf WTI-Rohöl im asiatischen Handel bei gut 73 US-Dollar pro Barrel, ebenso wie die Kontrakte der Nordseemarke "Brent". Der Dollar hält sich weiterhin erstaunlich stabil, was sich in Kursen um 78,4 Euro-Cent für die US-Währung niederschlägt.

Schlechte Konjunkturdaten aus den USA hatten zum Wochenschluss etwas Druck auf die Ölpreise ausgeübt. Statt der erwarteten 3,2 Prozent, wuchs das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal nur um 2,5 Prozentpunkte. Analysten erwarten als Folge, aus dem Land mit dem höchsten Energieverbrauch der Welt, nun eine schwächere Nachfrage nach Öl und Ölprodukten.
Gleichzeitig war an den Börsen aber auch Tenor, dass sich das Abwärtspotenzial für den Ölpreis sehr stark in Grenzen halten dürfte.
Dafür sorgt natürlich in erster Linie der schreckliche Krieg zwischen Israel und der im südlichen Libanon ansässigen Hisbollah, der neben dem Iran-Konflikt, die ohnehin kritische Lage im Nahen Osten zusätzlich verschärft und andere (Ölförder-)Länder mit hinein ziehen könnte.
Außerdem befindet man sich immer noch mitten in der Hurrikan-Saison, die vor einem Jahr verheerende zerstörerische Auswirkungen auf die Öl-Infrastruktur im Golf von Mexiko hatte.
Die jüngsten Förderausfälle in Nigeria und die erneuten Drohungen Venezuelas, die Ölexporte in die USA im Falle eines weiterhin feindlichen Verhaltens gegenüber den Südamerikanern zu stoppen, sind derzeit - leider im wahrsten Sinne des Wortes - nur "Nebenkriegsschauplätze".

Auch am Devisenmarkt bestimmten die jüngsten US-Konjunkturdaten vorwiegend das Marktgeschehen und sorgten für einen sehr festen Euro. Weitere Zinsanhebungen in den USA scheinen vorerst nicht realistisch zu sein und so wird es der US-Dollar schwer haben, sein Niveau mittel- und langfristig zu halten.

Die Nachfrage nach Heizöl hält sich im Inland derzeit in Grenzen. Sehr viele Verbraucher werden sich wohl erst nach den Ferien ernsthaft mit dem Heizölkauf beschäftigen. Es bleibt zu hoffen, dass das derzeitige Niveau bis dahin Bestand haben wird. Merkliche Preisrückgänge sind kurzfristig jedenfalls nicht zu erwarten.

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vom Juli 2006