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Marktbericht vom 10.08.2006
Trotz relativ schlecht ausgefallener US-Lagerbestandsdaten und den politischen Unsicherheiten im Nahen Osten, halten sich die Ölpreise auf hohem Niveau vorerst noch stabil.
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Aktuell notieren die Futures der Rohöl-Sorte "WTI" (West Texas Intermediate) bei 76,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass der Nordseemarke "Brent" wird für 77,40 Dollar gehandelt. Die US-Währung veränderte sich kaum und kostet derzeit rund 77,6 Euro-Cent.
Vor allem der im Vergleich zur Vorwoche starke Bestandsabbau bei Benzin von 3,2 Millionen Barrel sorgte für eine Überraschung und einen kurzzeitigen Anstieg der Preise.
Gleichzeitig preisdämpfend wirkte aber die Nachricht über eine mögliche baldige Wiederaufnahme der Förderung im erst kürzlich geschlossenen, größten us-amerikanischen Ölfeld "Prudhoe Bay". Hier soll versucht werden, die Reparaturen an der Pipeline etappenweise durchzuführen, so dass parallel bald wieder mit der Förderung - wenn auch in einem reduzierten Umfang - begonnen werden könnte.
Alles in allem ist die aktuelle Versorgungslage durchaus zufriedenstellend, wäre da nicht die latente Gefahr durch die politisch äußerst labile Lage im Nahen Osten und die drohenden Hurrikans im Golf von Mexiko. Diese beiden Faktoren bergen großes Risikopotenzial und lassen an den Märkten kaum eine Chance auf fallende Notierungen.
Die US-Notenbank hat, wie erwartet, die Leitzinsen erstmals nach 17 Erhöhungen in Folge unverändert bei 5,25 Prozent belassen. Dem Euro konnte dies allerdings nicht zum Sprung über die 1,30-Dollar-Marke verhelfen, da dies bereits in den Kursen eingepreist war.
Nach einer kurzfristig anziehenden Nachfrage ist am Heizölmarkt wieder Ruhe eingekehrt. Heizölkäufer, die auf fallende Preise spekulieren, fahren angesichts des hohen politischen Konfliktpotenzials jedoch nach wie vor ein sehr hohes Risiko.
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Der durch eine UN-Resolution angeordnete Waffenstillstand zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah nährt die Hoffnung auf ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzung und sorgt auch für eine leichte Entspannung an den internationalen Ölmärkten.
Trotz der Androhungen politischer und wirtschaftlicher Sanktionen durch den Weltsicherheitsrat, will der Iran seine Urananreicherung weiter ausbauen, was an den internationalen Ölmärkten mit Sorge aufgenommen wird und zu steigenden Preisen führt.