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Marktbericht vom 17.08.2006
Die gestern veröffentlichten US-Lagerbestandsdaten brachten keine negative Überraschung, so dass die Öl-Futures, auch unterstützt durch die anhaltende Waffenruhe im Libanon, weiter nachgaben und sich mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit sechs Wochen befinden.
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Aktuell notieren die Kontrakte auf WTI-Rohöl bei 71,50 US-Dollar pro Barrel, während die Kurse der Nordseemarke "Brent" auf Werte um 72,50 Dollar nachgaben. Der US-Dollar fiel nach dem kräftigen Anstieg Anfang der Woche wieder zurück und wird derzeit für rund 77,8 Euro-Cent gehandelt.
Zwar reduzierten sich die Lagerbestände in den USA im Vergleich zur Vorwoche bei Rohöl und Benzin, doch bei den Mitteldestillaten stiegen sie an und zudem reduzierte fast zeitgleich die OPEC in ihrem Monatsbericht die Prognose zum weltweiten Tagesverbrauch in 2006 um 1,3 Millionen Barrel.
Dies brachte die Kurse unter Druck, vor allem auch deswegen, weil im Libanon der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah nun schon gut drei Tage anhält und somit die Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Konfliktes weiter zunimmt. Ungelöst ist hingegen nach wie vor der Atom-Konflikt, auch wenn letzte Meldungen von einer angeblichen Gesprächsbereitschaft des Iran berichten.
Und zu guter Letzt gibt es auch von der meteorologischen Seite derzeit keine Meldungen von aufziehenden Hurrikans, so dass auch hier zumindest kurzfristig weiterhin Entwarnung gegeben werden kann.
Am Devisenmarkt sorgen moderate Inflationsdaten aus den USA für einen Anstieg des Eurokurses, da bei einer Abkühlung der Wirtschaft und der Inflation, die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsanhebungen durch die FED gleichzeitig abnimmt.
All diese guten Nachrichten wirken sich natürlich auch auf den Heizölmarkt aus, wo die Preise weiter nachgeben. Dieser Trend kann sich mit veränderter Berichterstattung jedoch schnell wieder ändern, so dass weiteres Zuwarten nach wie vor mit hohem Risiko verbunden ist. Langsam aber sicher, wird in Deutschland auch die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung immer mehr zum Thema.
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Nachdem Israel am Wochenende wieder einen Angriff auf die Hisbollah-Miliz im Osten Libanons gestartet hat, ist die Waffenruhe im Nahen Osten wieder akut in Gefahr.
Der durch eine UN-Resolution angeordnete Waffenstillstand zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah nährt die Hoffnung auf ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzung und sorgt auch für eine leichte Entspannung an den internationalen Ölmärkten.