Heizöl-News vom 05.12.2008


Rohöl fällt unter 44 US-Dollar - Heizöl gibt weiter nach

 
Der Verfall der Ölpreise an den internationalen Warenterminbörsen setzt sich unvermindert fort. Nach einem erneuten deutlichen Rückgang im gestrigen Handelsverlauf an der Nymex, werden auch die Heizöl-Notierungen heute weiter nachgebend erwartet.

Aktuell stehen die WTI-Rohöl-Futures bei 43,80 US-Dollar pro Barrel, Kontrakte der Nordseemarke "Brent" kosten zur Stunde 42,35 Dollar. Der Euro kann deutlich zulegen und steigt auf 1,2775 US-Dollar.

Nach weiteren schwachen Konjunkturdaten und der stärksten Zinssenkung in Europa seit Bestehen der EZB, gehen die Ölpreise erneut auf Tauchstation und nehmen Kurs auf die 40-Dollar-Marke.
Weder ein Feuer auf Europas größter Raffinerie in Rotterdam, noch die mittlerweile als sicher geltende Förderkürzung der OPEC am 17. Dezember können den Preisverfall stoppen.
Gerade die OPEC hinke mit den Förderkürzungen stark dem Rückgang des Verbrauchs hinterher, heißt es in Analystenkreisen.
Ein Unterschreiten der 40-Dollar-Marke scheint nun durchaus möglich zu sein, was selbst die größten Pessimisten vor einigen Wochen und Monaten nicht für möglich gehalten haben.

Die aggressive Zinssenkung der Europäischen Zentralbank um 75 Basispunkte auf 2,5 Prozent gab dem Euro Auftrieb. Der Markt erhofft sich davon eine baldige Wiederbelebung der Konjunktur in Europa und auch weitere Zinssenkungsphantasien werden vorerst gedämpft.

Auch bei den Heizölpreisen geht der Rückgang weiter. Mittlerweile stehen die Notierungen 20 bis 25 Prozent unter Vorjahr. So schwer eine Prognose über den weiteren Verlauf auch ist, steht doch fest, dass das Potenzial für einen weiteren Rückgang von Tag zu Tag geringer wird.

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vom Dezember 2008