Heizöl-News vom 24.09.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise trotz Rückgang der US-Ölvorräte weicher!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe der DOE-Ölbestandsdaten deutlich nachgegeben. Da sich auch der Euro gegenüber dem US-Dollar erholen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute erfreulicherweise mit Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die November-Futures der europäischen Ölsorte "Brent" bei knapp 48 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 44,75 Dollar. Der Euro kann auf Werte um 1,1190 US-Dollar zulegen.

Unter dem Eindruck der eindeutig bullish zu wertenden API-Ölbestandsdaten vom Vortag und der Schließung zweier US-Pipelines, starteten die Rohölpreise gestern zunächst etwas fester in den europäisch geprägten Handel.
Dabei gab es bereits am Morgen schwache Konjunkturdaten aus China, wo der HSBC-Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe per September mit 47,0 Punkten unter der Analystenschätzung von 47,5 Zählern lag.
Auch die Vergleichszahlen aus der EU enttäuschten, denn hier wurde die Erwartung von 54,2 mit 54 Punkten ebenso verfehlt, wie in Deutschland.
Lediglich beim Dienstleistungssektor konnte die Prognose EU-weit erreicht werden.
Nicht besser sah es am Nachmittag in den USA aus und so warteten die Ölhändler mit Spannung auf die DOE-Ölbestandsdaten.
Eigentlich hätte es nach Veröffentlichung weiter nach oben gehen müssen, denn es gab in Summe einen Rückgang von gut 2,5 Mio. Barrel.
Doch die Marktteilnehmer hatten anscheinend mehr erwartet und so entschloss man sich zu Gewinnmitnahmen, zumal auch die tags zuvor geschlossenen US-Pipelines wieder frei gegeben wurden.

Am Devisenmarkt konnte der Euro etwas zulegen, nachdem EZB-Chef Mario Draghi einer raschen Ausweitung der Anleihekäufe eine Absage erteilt hat. Heute stehen wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda, bevor am Abend mit Spannung eine Rede von Fed-Chefin Yellen erwartet wird.

Die Heizölpreise werden in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute nachgebend in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen lassen Abschläge in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten, womit das bisherige Wochenplus fast schon wieder ausgeglichen wäre.

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vom September 2015