Heizöl-News vom 05.10.2015


Heizöl-Markt aktuell: Leichte währungsbedingte Abschläge!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind nach einer Berg- und Talfahrt am Freitag weitgehend unverändert aus dem Handel gegangen. Da sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar aber etwas verbessern konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 48,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 45,80 Dollar. Der Euro kann sich auf Werte um 1,1235 US-Dollar verbessern.

Nachdem die Hurrikanwarnung für den Golf von Mexiko aufgehoben wurde, orientierten sich die Rohölpreise am Freitag zunächst wieder nach unten.
Die Talfahrt beschleunigte sich, als am frühen Nachmittag enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht wurden.
Die Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze ausserhalb der Landwirtschaft lag per September nur bei 142.000, während die Analysten im Vorfeld 203.000 neuen Jobs gerechnet hatten.
Auch die Werksaufträge per August enttäuschten mit einem Minus von 1,7 Prozent, nachdem im Vormonat noch ein leichtes Plus zu verzeichnen war.
Am Abend konnte sich der Ölkomplex aber wieder erholen, was mit dem neuen Baker Hughes Report in Verbindung gebracht werden kann, denn die Anzahl der aktiven Bohranlagen in den USA ist im Vergleich zur Vorwoche um 26 zurückgegangen und liegt nun auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2010.

Am Devisenmarkt schlugen die schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA ein wie eine Bombe. Binnen weniger Minuten sackte der US-Dollar im Vergleich zum Euro um gut einen Euro-Cent ab. Anschließend wurde diese Überreaktion wieder Stück für Stück zurückgenommen, sodass am Schluss nur noch ein kleines Plus für den Euro übrig blieb.

Dieses reicht aber bislang aus, um die Heizölpreise mit einem kleinen Minus in die neue Handelswoche starten zu lassen. Aktuelle Berechnungen gehen von Abschläge in einer Größenordnung von maximal 0,3 Cent pro Liter aus. Insgesamt kann von einer ruhigen Marktlage, sowohl was die internationalen Ölmärkte, als auch den heimischen Heizölhandel betrifft, berichtet werden.

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vom Oktober 2015