Heizöl-News vom 09.10.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise springen wieder nach oben!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nachmittag eine kräftige Aufwärtsbewegung gestartet, die heute dafür sorgt, dass die Heizöl-Notierungen hierzulande mit deutlichen Zuschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 53,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 49,70 Dollar. Der Euro kann sich bei Werten um 1,1275 US-Dollar erneut gut behaupten.

Zunächst startete der Ölkomplex bei dünner Nachrichtenlage mit einer eng angelegten Seitwärtsbewegung.
Die bearish zu wertenden DOE-Ölbestandsdaten vom Vortag ließen dabei kaum Spielraum für größere Gewinne.
Für etwas Nervosität sorgt derzeit sicherlich die Lage in Syrien, wo ja mittlerweile die Großmächte USA und Russland militärisch engagiert sind.
Erst als am Nachmittag aus den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung deutlich besser aus als erwartet veröffentlicht wurden, kam Bewegung in den Markt.
Im Vergleich zur Vorwoche wurden 13.000 weniger Jobsuchende gezählt und auch die Schätzung wurde um 11.000 verfehlt.
Die Rohölpreise zogen daraufhin deutlich an und wie schon am Dienstag wurde dadurch eine technisch bedingte Kursrallye ausgelöst, die in Summe Aufschläge von rund zwei US-Dollar pro Barrel einbrachte.

Auch am Devisenmarkt verfehlten die guten US-Arbeitsmarktdaten ihre Wirkung zunächst nicht und so musste der Euro die am Vormittag erzielten Gewinne wieder abgeben. Später zog die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum US-Dollar aber wieder an. Das am Abend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der letzten US-Notenbanksitzung brachte keine neuen Erkenntnisse über die mögliche Zinswende in den USA.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben leider mit deutlichen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus von rund einem Cent pro Liter erwarten. Somit dürfte die Wochenbilanz für die deutschen Heizöl-Verbraucher wohl negativ ausfallen.

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vom Oktober 2015