Heizöl-News vom 12.10.2015


Heizöl-Markt aktuell: Preise geben zum Wochenauftakt leicht nach

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag, nach einem ruhigen Handelsverlauf, leicht im Minus geschlossen. Gleichzeitig konnte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich verbessern, sodass die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit Abschlägen in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei genau 53 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 50 Dollar. Der Euro kann sich deutlich auf Werte um 1,1370 US-Dollar verbessern.

Am Freitag gab es am Ölmarkt kaum neue Markt bewegende Nachrichten und so blieb vieles technischen und psychologischen Faktoren überlassen.
Bis in die Mittagsstunden konnten die Rohölpreise ihre Gewinne vom Vortag verteidigen und sogar weiter leicht ausbauen, was damit zu begründen war, dass die Preisprognose für Brentöl für 2016 und 2017 von einem Investmenthaus auf 68 bzw. 98 US-Dollar ungewöhnlich deutlich angehoben wurde.
Auch die gefährliche und nervöse Lage in Syrien sorgte wohl weiterhin für Käufe.
Ab den Mittagsstunden begannen die Kurse aber zu bröckeln und es setzten Gewinnmitnahmen ein, die schlussendlich dafür sorgten, dass die Ölpreise mit einem Minus von rund einem Dollar pro Barrel aus dem Handel gingen.
Erwähnenswert wäre sicherlich noch, dass die OPEC ein Treffen für den 21. Oktober angesetzt hat, wo es natürlich darum geht, preisstabilisierende Maßnahmen zu diskutieren und vielleicht auch schon umzusetzen.

Am Devisenmarkt kann der Euro von der neuen Tendenz profitieren, dass die US-Notenbank wohl doch erst im nächsten Jahr die Zinsen anheben wird. In letzter Zeit gab es immer mehr Kommentare von Fed-Mitgliedern, die die derzeitige Wirtschaftslage als zu labil für einen Zinsschritt erachten.

Insgesamt also recht gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche starten werden. Aktuelle Prognosen lassen ein Minus von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten, was sich im Tagesverlauf aber natürlich durchaus noch in die eine oder andere Richtung verändern kann.

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vom Oktober 2015