Heizöl-News vom 18.11.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise und Euro weiter schwach!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind nach einer kurzen Zwischenerholung auch gestern wieder unter Druck geraten und stehen in Nähe der Langzeittiefs vom August. Da aber auch der Euro gegenüber der Ölwährung US-Dollar weiter an Wert verlor, werden die Abschläge am heimischen Heizöl-Markt heute eher gering ausfallen.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei genau 44 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 41 Dollar. Der Euro kann sich bei Werten um 1,0645 US-Dollar wiederholt nur knapp behaupten.

Bei weiterhin recht hohen Umsätzen, konnten die Rohölpreise am gestrigen Vormittag zunächst Gewinne verbuchen.
Dabei gab es gemischt ausgefallene Konjunkturdaten aus Europa.
Während der ZEW-Konjunkturerwartungsindex für Deutschland per November die Schätzung von 5,5 mit 10,4 Punkten deutlich übertreffen konnte, enttäuschten die Vergleichszahlen für Europa, denn hier wurde die Erwartung von 35 Punkten mit nur 28 Zählern nicht erreicht.
Grundsätzlich blieb die Grundstimmung am Ölmarkt auch gestern bearish und so drehten die Futures in den Mittagsstunden wieder ins Minus.
Neue Markt beeinflussende Nachrichten gab es dabei kaum. Lediglich der NAHB Immobilienmarktindex aus den USA fiel mit einem Wert von 62 schlechter aus als erwartet.
Nach Börsenschluss veröffentlichte das American Petroleum Institute (API) ihre wöchentlichen US-Ölbestandsdaten und diese überraschten mit einem Abbau von in Summe knapp zwei Millionen Barrel.
Die Analysenschätzung lag bei einem Plus von rund einer Million Fass, sodass der Bericht bullish gewertet wurde und die Futures heute Morgen leicht nach oben korrigierten.

Am Devisenmarkt blieben die Kursausschläge auch gestern gering und der Euro setzte seinen Abwärtstrend weiter fort. Die Händler warten nun auf das Sitzungsprotokoll des heute Abend stattfindenden Meetings der US-Notenbank. Spannend wird dabei sein, ob es konkrete Hinweise auf die noch in diesem Jahr erwartete Zinswende geben wird.

Aufgrund der Währungsverluste können die gefallenen Rohölpreise heute leider nicht voll auf den deutschen Markt durchschlagen und die Heizölpreise werden nur moderat leichter erwartet. Aktuelle Berechnungen gehen davon aus, dass sich die Abschläge auf bis zu knapp einen halben Cent aufsummieren könnten.

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vom November 2015

 
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