Heizöl-News vom 26.11.2015


Heizöl-Markt aktuell: Leichte, währungsbedingte Preisaufschläge!

 
  
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten zeigen sich derzeit sehr stabil und sind gestern etwas leichter aus dem Handel gegangen. Da der Euro gegenüber der Ölwährung US-Dollar aber weiter an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen heute den dritten Tag in Folge mit leichten Aufschlägen erwartet.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 45,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 43 Dollar. Der Euro steuert weiter auf ein neues Langzeittief hin und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,0610 US-Dollar gehandelt.

Nach den eindeutig bearish zu wertenden API-Ölbestandsdaten gerieten die Rohölpreise gestern vormittag deutlich unter Druck, wobei es keine neuen Markt bewegenden Neuigkeiten gab.
Erst mit dem Handelsbeginn in den USA, drehte der Markt nach Veröffentlichung guter Konjunkturdaten.
So stiegen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter per Oktober um drei Prozent, erwartet wurden lediglich ein Plus von 1,5 Prozent nach minus 0,8 im Vormonat.
Auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lagen mit 260.000 unter der Prognose von 270.000.
Baker Hugdges vermeldete einen weiteren Rückgang der aktiven Bohranlagen von 9 auf 555 und somit den 12. Rückgang in 13 Wochen.
Die DOE-Ölbestandsdaten wurden gemischt aufgenommen, obwohl es auch hier einen Aufbau von in Summe 4,5 Mio. Barrel gab, was aber unter den API-Zahlen lag.
Heute wird in den USA Tanksgiving gefeiert und so verabschiedeten sich viele Börsianer bereits gestern in ein langes Wochenende und auch die Arbeitsmarktdaten und der Baker-Hughes-Report wurden deshalb früher als üblich veröffentlicht.

Am Devisenmarkt geriet der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter unter Druck und fiel teilweise sogar unter die 1,06-Dollar-Marke zurück. Die lag zum einen sicherlich an den guten US-Konjunkturdaten, zum anderen aber auch an Gerüchten, wonach es 20 konkrete Vorschläge für expansive Maßnahmen für das nächste EZB-Meeting geben soll.

Die Heizölpreise hierzulande zeigen sich weiterhin recht stabil auf sehr niedrigem Niveau, wenngleich es auch heute aller Voraussicht nach wieder leichte Aufschläge geben wird. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten.

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