Heizöl-News vom 03.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Verfall der Ölpreise setzt sich fort!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im Vorfeld des morgigen OPEC-Meetings und nach Veröffentlichung bearish zu wertender DOE-Ölbestandsdaten gestern weiter nachgegeben. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit weiteren Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei nur noch gut 43 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 40,40 Dollar. Der Euro gibt auf Werte um 1,0585 US-Dollar nach.

Nach einem stabilen Start, gerieten die Rohölpreise auch gestern ab den Mittagsstunden wieder unter Druck, was sicherlich zum Großteil an den tags zuvor veröffentlichten API-Ölbestandsdaten lag, die einen unerwartet hohen Aufbau von fünf Millionen Barrel zu Tage brachten und erneut die deutlich überversorgte Marktlage widerspiegelten.
Obwohl dann am Nachmittag gute Zahlen vom US-Arbeitsmarkt kamen, wo die Anzahl der neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft per November von 196.000 im Vormonat, auf 217.000 angestiegen ist, ging es mit dem Ölkomplex unvermindert bergab.
Die viel beachteten Ölbestandszahlen vom Department of Energy (DOE) bestätigten die API-Daten vom Vortag mit einem Zuwachs von 4,4 Millionen Barrel und lieferten somit einen weiteren Impuls nach unten.
Heute Morgen wurde aus China der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor per November mit 51,2 Punkten statt wie erwartet 52 Zählern veröffentlicht, was sich bislang aber nicht weiter preisdrückend bemerkbar machte.
Spannend dürfte es am morgigen Freitag werden, wenn sich die OPEC in Wien mit dem Ziel trifft, Lösungen zu finden, die aus der Preiskrise herausführen sollen.

Am Devisenmarkt reagierte der Euro gestern auf den Verbraucherpreisindex per November, der nur ein Plus von 0,1 statt wie erwartet 0,2 Prozent auswies. Auch die guten Arbeitsmarktzahlen aus den USA belasteten die Gemeinschaftswährung und so wurde im gestrigen Handelsverlauf die 1,06-Dollar-Marke wieder unterschritten.

Trotz der leichten Währungsverluste werden die Heizölpreise in Deutschland heute aller Voraussicht nach ein weiteres Langzeittief markieren. Aktuelle Berechnungen lassen Abschläge in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Am Markt werden die sensationellen Preise mit einer zunehmenden starken Nachfrage honoriert.

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vom Dezember 2015