Heizöl-News vom 04.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Preise dank Euro weiter auf Tiefstand!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf etwas angezogen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber einen kräftigen Satz nach oben machte, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach auch heute weiter leicht nachgeben.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 43,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 41,20 Dollar. Der Euro springt nach dem gestrigen EZB-Meeting auf Werte um 1,09 US-Dollar nach oben.

Gestern Vormittag gab es neben den enttäuschenden Einkaufsmanagerindex aus China gemischt ausgefallene Konjunkturdaten aus Europa.
Der Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor lag hier mit 54,2 Punkten ebenfalls unter den Erwartungen der Analysten, die einen Wert von 54,6 erwartet hatten.
Die Zahlen aus Deutschland trafen die Prognose hingegen genau.
Hinter den Schätzungen blieben auch die Einzelhandelsumsätze per Oktober mit einem Plus von 2,5 Prozent zurück.
Turbulenzen gab es dann gegen 14 Uhr an den Devisen- und Aktienmärkte, denn die EZB blieb mit ihren Statements zur Geldpolitik hinter den Erwartungen der Händler zurück, die eine noch stärkere Ausweitung der ohnehin schon extrem expansiven Geldpolitik erwartet hatten.
Die Rohölpreise reagierten erst mit Verspätung mit einem leichten Anstieg, da ja der gleichzeitig gefallene Dollarkurs die Nachfrage aus dem "Nicht-Dollar-Raum" zumindest kurzfristig ansteigen lässt.
Zu Handelsschluss kamen die Notierungen aber wieder von den Tageshöchständen zurück, was zum einen an mäßigen US-Konjunkturdaten und zum größten Teil sicherlich daran lag, dass es nach ersten Statements im Rahmen des heutigen OPEC-Meetings zu keiner Einigung über eine Produktionskürzung kommen sollte.

Wie bereits angedeutet spielte die Musik gestern eindeutig am Devisenmarkt, wo der Euro nach der Rede von EZB-Chef Mario Draghi einen kräftigen Satz auf über 1,09 US-Dollar nach oben machte. Weitere expansive Maßnahmen wurden bereits im Vorfeld eingepreist und so gab es dann massive Euro-Käufe, als die Erwartungen nicht zur Gänze erfüllt wurden.

Dank der massiven Währungsgewinne werden die Heizölpreise heute ihre Langzeittiefstände wohl halten, oder sogar noch leicht unterschreiten können. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus von ca. 0,3 Cent pro Liter erwarten. Allerdings sollte man auf der Hut sein, denn beim heutigen Treffen der OPEC ist nach wie vor alles offen und wie heftig eine Gegenbewegung auch am Ölmarkt ausfallen könnte, zeigte uns gestern der Devisenmarkt.

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