Heizöl-News vom 08.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise weiter im freien Fall!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind in Folge der OPEC-Entscheidung vom Freitag auch gestern weiter deutlich zurückgefallen und stehen auf dem tiefsten Stand seit mehr als sechs Jahren. Bei weitgehend stabilen Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen mit schönen Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei nur noch 42,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 39,65 Dollar. Der Euro kann sich bei Werten um 1,0865 US-Dollar knapp behaupten.

Vom Start weg gerieten die Rohölpreise gestern unter Druck, was nicht verwunderlich war, denn die OPEC-Entscheidung vom Freitag konnte nur zu einhundert Prozent bearish gewertet werden. Die derzeit ohnehin bereits stark überversorgte Marktlage wird sich dadurch wohl in nächster Zeit noch ausweiten und so kann es derzeit unweigerlich nur den Weg nach unten geben.
Bis zum Schluss summierten sich die Verluste auf rund zwei US-Dollar pro Barrel auf und logischerweise wurden dadurch auch wieder neue Langzeittiefstände markiert.
Die einzig nennenswerten Konjunkturdaten kamen gestern aus Deutschland, wo die Industrieproduktion per Oktober nur um 0,2 Prozent gestiegen ist. Erwartet wurde ein Zuwachs von 0,7 Prozent.
Heute Morgen wurde die chinesische Handelsbilanz per November mit einem plus von 54 Milliarden US-Dollar ebenfalls unter der Analysenschätzung von 63,3 Mrd. Dollar veröffentlicht.

Am Devisenmarkt gab der Euro in Reaktion auf die schwachen Zahlen aus der deutschen Industrie zunächst bis auf die 1,08-Dollar-Marke nach. Im Tagesverlauf konnte sich die Gemeinschaftswährung aber Stück für Stück wieder erholen und heute Morgen in Asien sogar wieder leichte Gewinne einfahren.

Gute Vorgaben also auch heute wieder für den deutschen Heizöl-Markt, wo die Notierungen mit kräftigen Abschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten, sodass die Preise auf ein 10-Jahres-Tief zusteuern.

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vom Dezember 2015