Heizöl-News vom 11.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben unter Druck!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben ihre Talfahrt auch gestern weiter fortgesetzt und sind auf den tiefsten Stand seit rund sieben Jahren gefallen. Da der Euro gegenüber dem US-Dollar aber leichte Verluste hinnehmen musste, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach nur mit geringen Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der Nordsee Ölmarke "Brent" bei nur noch 39,65 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 36,60 Dollar. Der Euro gibt auf Werte um 1,0940 US-Dollar nach.

Nach einem stabilen Start machten sich die Rohölpreise ab dem Vormittag wieder auf den altbekannten Weg nach unten.
Die dieswöchigen Ölbestandsdaten und der Monatsbericht des US-Energieministeriums, sowie natürlich die OPEC-Entscheidung von letzter Woche drücken weiter auf die Notierungen, die sich nun auf dem tiefsten Stand seit 2008 befinden.
Der gestrige Monatsreport der OPEC brachte im Wesentlichen keine neuen Erkenntnisse, jedoch stieg die Produktionsmenge im November um 230.000 Barrel auf 31,7 Mio. Fass pro Tag an und erhöhte so den Verkaufsdruck.
Am Nachmittag kamen dann auch noch schlechte Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, wo die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche von 269.000 auf 282.000 gestiegen ist.
Die Ölfuturen gingen schließlich auf Tagestiefstand aus dem Handel und auch heute Morgen zeichnet sich bislang keine Erholung ab. Jedoch ist der Ölmarkt technisch derart überverkauft, dass die Gefahr einer technischen Gegenreaktion immer größer wird.

Am Devisenmarkt musste der Euro nach den schönen Gewinnen der letzten Tage gestern leichte Verluste hinnehmen, obwohl die Arbeitsmarktdaten aus den USA den US-Dollar eher belasten sollten. Die Zinswende in den USA scheint aber bereits eingepreist zu sein und daher blieb eine stärke Reaktion wohl aus.

Die Heizölpreise in Deutschland kennen derzeit nur noch eine Richtung und so werden die Notierungen auch heute wieder mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus von maximal einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Gefahr einer plötzlichen und wohl auch heftigen Gegenbewegung steigt aber mit jedem Tag, wo der nun seit vier Wochen existente Abwärtstrend seinen Fortgang findet.

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vom Dezember 2015