Heizöl-News vom 16.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Schwächerer Euro bringt leichte Aufschläge

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach einem volatilen Handel im Tagesvergleich gestern kaum verändert. Da aber der Euro gegenüber der Ölwährung US-Dollar an Wert verlor, werden die Heizöl-Notierungen wohl erstmals seit mehr als zwei Wochen wieder mit leichten Aufschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 37,75 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 36,75 Dollar. Der Euro fällt deutlich auf Werte um 1,0935 US-Dollar zurück.

Bei weiterhin recht hohen Umsätzen starteten die Ölpreise gestern Vormittag mit einem ersten ernst zu nehmenden Ausbruchsversuch nach oben.
Etwas Unterstützung gaben dabei neue Konjunkturdaten aus der EU, wo zwar die Konjunkturerwartung per Dezember um 33,9 Punkten leicht unter den Erwartungen blieb, dafür aber die Anzahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal um 0,3, statt wie prognostiziert um 0,2 Prozent anstieg. Auch der ZEW Konjunkturerwartungsindex für Deutschland konnte die Analysenschätzung mit gut 16 Punkten übertreffen.
Am Nachmittag ging es mit gemischt ausgefallenen US-Konjunkturdaten dann technisch bedingt weiter nach oben, bevor im späten US-Handel der Markt wieder drehte und die Ölpreise einen Großteil der Gewinne wieder abgeben mussten.
Die nach Börsenschluss veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) wurden bearish gewertet, da es bei Rohöl einen Aufbau von 2,3 Mio. Barrel gab und hier ein Rückgang um 1,4 Mio. Fass erwartet wurde.
So startet der Ölkomplex auch heute wieder schwach in den europäisch geprägten Handel.

Im Vorfeld der heutigen Fed-Sitzung, mit Erwartung einer Zinsanhebung, ging dem Euro gegenüber dem US-Dollar gestern die Puste aus. Die Gemeinschaftswährung rutschte wieder deutlich unter die 1,10-Dollar-Marke ab, nachdem sie an einer charttechnischen Hürde bei 1,1060 US-Dollar gescheitert war.

Aufgrund der Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande aller Voraussicht nach mit leichten bis moderaten Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Dies wäre der erste Anstieg seit fast drei Wochen. Ob dies dann tatsächlich der Fall sein wird, wird der laufende Handel zeigen.

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vom Dezember 2015