Heizöl-News vom 17.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben unter Druck!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind nach einer kurzen Erholungsphase gestern schon wieder unter Druck geraten. Da der Euro gegenüber dem US-Dollar aber weiter an Wert verlor, werden die Heizöl-Notierungen heute nur mit geringen Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 37,15 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde nur noch 35,25 Dollar. Der Euro fällt weiter deutlich auf Werte um 1,0860 US-Dollar zurück.

Die Erholungsphase der Rohölpreise blieb kurz und sehr schwach ausgeprägt.
Mit den bearish interpretierten API-Ölbestandsdaten ging es bereits am gestrigen Vormittag wieder gen Süden.
Die aus Europa vermeldeten Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor fielen per Dezember im Rahmen der Erwartungen aus, während die Handelsbilanz per Oktober die Aalystenprognose mit plus 24,1 Milliarden Euro deutlich übertraf.
Eher enttäuschend waren hingegen die Konjunkturdaten aus den USA zu sehen, denn die Industrieproduktion fiel per November unerwartet deutlich um 0,6 Prozent zurück und auch der Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe konnte mit einem Wert von 51,3 die Analysenschätzung von 52,6 nicht erreichen.
Die mit Spannung erwarteten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) lieferten dann einen deutlichen Zuwachs von in Summe über neun Mio. Barrel, was natürlich den Rückgang der Ölpreise am Abend weiter beschleunigte.

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar den zweiten Tag in Folge einen deutlicheren Verlust hinnehmen. Die US-Notenbank hatte gestern Abend nicht nur wie erwartet den Leitzins um 0,25 Prozent angehoben, sondern gleich weitere vier Zinsschritte für das nächste Jahr angedeutet. Dies brachte die Gemeinschaftswährung in logischer Konsequenz weiter unter Druck.

Trotzdem geht es hierzulande mit den Preisen für Heizöl weiter nach unten. Aktuelle Berechnungen lassen allerdings nur einen leichten Rückgang um 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Die Umsätze bleiben allerdings recht hoch, was sicherlich nicht den Temperaturen zuzuschreiben ist.

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vom Dezember 2015