Heizöl-News vom 21.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Brent-Ölpreise auf tiefsten Stand seit 11 Jahren!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind auch am Freitag und Druck geblieben und heute Morgen auf den tiefsten Stand seit 2004 gefallen. Da sich gleichzeitig der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas erholen konnte, werden heute auch die Heizöl-Notierungen wieder mit deutlich nachgebender Tendenz in die Weihnachtswoche starten.

Aktuell stehen die Feburar-Kontrakte der Nordsee Ölmarke "Brent" bei nur noch 36,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 34,30 Dollar. Der Euro kann sich bei Werten um 1,0865 US-Dollar gut behaupten.

Erneut starteten die Rohölpreise mit leicht steigender Tendenz in den europäisch geprägten Handel, um dann am Nachmittag im US-Handel wieder unter Druck zu geraten.
Da es keine neuen Markt relevanten Fundamentaldaten gab, blieb wieder vieles der Markttechnik und der -psychologie überlassen.
Kaum beachtet wurde die Aufhebung des seit über 40 Jahren im Kraft gewesenen Exportverbotes von US-Öl. Erstens wurde im Vorfeld bereits fest mit dieser Entscheidung gerechnet und zweitens dürfte dies bei der aktuellen Preislage ohnehin für die amerikanische Ölindustrie aus wirtschaftlicher SIcht derzeit nicht in Betracht kommen.
Überraschend ist die Anzahl der aktiven Ölanlagen in den USA nach dem jüngsten Baker Hughes Report in dieser Woche wieder um 17 Anlagen angestiegen, was aber doch zeigt, dass viele Projekte immer noch rentabel zu sein scheinen.
Eine nachhaltige Erholung der Ölpreise wird nach diesen Erkenntnissen immer unwahrscheinlicher.

Auch der Euro dürfte es in nächster Zeit im Vergleich zum US-Dollar schwer haben, auch wenn sich die Gemeinschaftswährung am Freitag wieder etwas erholen konnte. Dies ist aber nur mit technischen Faktoren zu begründen, denn fundamental bleibt die Ausgangslage weiterhin bearish.

Die Heizölpreise werden heute aller Voraussicht nach wieder einmal ein neues Langzeittief erreichen und stehen derzeit rund 25 Prozent unter den ohnehin schon sehr günstigen Vorjahresnotierungen. Aktuelle Berechnungen lassen heute einen Abschlag in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten.

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vom Dezember 2015