Heizöl-News vom 11.01.2016


Heizöl-Markt aktuell: Preise fallen weiter!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben Freitag und heute Morgen in Asien erneut deutliche Verluste hinnehmen müssen. Gleichzeitig konnte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar verbessern, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren kräftigen Abschlägen in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der Nordsee Ölmarke "Brent" bei nur noch 32,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 32,30 Dollar. Der Euro wird derzeit zu Kursen um 1,0930 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die Anzahl der aktiven Öl-Bohranlagen in den USA in der vergangenen Woche um 20, auf nunmehr nur noch 516 weiter zurück gegangen ist und am Freitagnachmittag extrem gute US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht wurden, fielen die Rohölpreise wieder auf den tiefsten Stand seit 12 Jahren zurück.
Die grundsätzlich bearishe Stimmung am Ölmarkt hält also unvermindert an, was sicherlich an den extrem hohen Lagerbeständen und der weiterhin sehr hohen Förderung innerhalb und außerhalb der OPEC liegt.
Obendrein schwächelt die Wirtschaft in China, wo die Aktienkurse in letzter Zeit massiv eingebrochen sind und der Handel zeitweise ausgesetzt werden musste. Gerade das Reich der Mitte war in den letzten Jahren der weltweite Wachstumsmotor und für einen stetig steigenden Ölverbrauch verantwortlich.
Schwache Konjunkturdaten kamen am Freitag auch aus Deutschland, wo die Industrieproduktion per November um 0,3 Prozent zurück gegangen ist. Erwartet wurde lediglich ein Minus von 0,1 Prozent.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter etwas zulegen, obwohl wie bereits erwähnt, überraschend gute Zahlen vom wichtigen US-Arbeitsmarkt kamen. Hier stieg die Zahl der Neueinstellungen im Dezember auf 296.000 an. Erwartet wurden lediglich rund 200.000 neue Jobs.

Wieder einmal also beste Vorgaben für den deutschen Heizöl-Markt, wo die Notierungen mit kräftigen Abschlägen in die neue Handelswoche starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten, was bedeutet, dass aller Voraussicht nach wieder ein neues Langzeittief markiert wird.

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vom Januar 2016