Heizöl-News vom 10.02.2016


Heizöl-Markt aktuell: Preise brechen erneut ein!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf wieder sehr starke Verluste erlitten. Gleichzeitig konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter verbessern, sodass die heutigen Vorgaben für den heimischen Heizöl-Markt besser kaum sein könnten.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 30,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 28,50 Dollar. Der Euro konnte zeitweise die 1,13-Dollar-Marke übersteigen und wird aktuell zu Kursen um 1,1290 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die Spekulationen um ein mögliches Sondertreffen der OPEC immer mehr an Bedeutung verloren und aus Deutschland eine unerwartet schwache Industrieproduktion per Dezember vermeldet worden war, konnten sich die Rohölpreise bis in den späten Nachmittag noch einigermaßen stabil halten.
Dann brachten die Futures aber kräftig ein, was am Markt mit dem bearish zu wertenden Monatsreport des US-Energieministeriums begründet wurde. Hier war die Botschaft, dass der Markt wohl länger als ursprünglich gedacht brauchen wird, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Aber auch das Investmenthaus Goldman Sachs förderte zusätzlich Verkäufe, nachdem deren Analyst Jeff Currie einen weiteren Ölpreis-Verfall unter die 20-Dollar-Marke für durchaus möglich erachtet.
Nach Börsenschluss gab es die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) die wieder einmal einen größeren Bestandsaufbau zu Tage brachten, als dies von den Analysten erwartet wurde. In Summe betrug dieser gut sieben Millionen Barrel, während die die Prognose bei lediglich knapp vier Millionen lag.

Am Devisenmarkt konnte der Euro am Vormittag wieder Schwung aufnehmen, nachdem zunächst die schwachen Zahlen zur deutschen Industrieproduktion verarbeitet werden mussten. Bis in die Abendstunden summierte sich dann ein kräftiges Plus von gut einem Dollar-Cent, nachdem weitere Zinsanhebungen in den USA zunehmend in Zweifel gezogen werden.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben mit kräftigen Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus von 1,5 bis 2 Cent pro Liter erwarten, sodass auch die alten Tiefstände vom Januar wieder in Reichweite kommen.

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