Heizöl-News vom 11.02.2016


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bewegen sich auf niedrigem Niveau seitwärts

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich im gestrigen Handelsverlauf kaum verändert gezeigt. Da aber der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder Gewinne verbuchen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute mit weiteren, leichten Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 30,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 27 Dollar. Der Euro kann wieder bis knapp an die 1,13-Dollar-Marke zulegen.

Nach dem allgemein bearish zu wertenden Monatsreport des US-Energieministeriums und dem enormen Plus bei den API-Ölbestandsdaten, starteten die Rohölpreise gestern noch erstaunlich stabil in den frühen, europäisch geprägten Handel.
Neue Wirtschaftsindikationen gab es nicht und so warteten die Marktteilnehmer auf den Monatsreport der OPEC und die DOE-Ölbestandsdaten, die immer Mittwoch nachmittag gegen 16.30 Uhr veröffentlicht werden.
Während der Bericht des Ölkartells keinen Einfluss auf die Preisbildung hatte, schoss der Ölkomplex nach Bekanntgabe der US-Ölbestände kurzzeitig nach oben. Völlig überraschend wurde hier nur ein leichter Zuwachs von knapp zwei Millionen Barrel vermeldet, während die API-Zahlen vom Vortag ein Plus von knapp sieben Millionen ergaben.
Allerdings dauerte es nicht lange, bis sich die Lage wieder beruhigte und die Notierungen auf Ausgangsniveau zurückkamen. Heute Morgen setzen die Ölpreise ihren gestern eingeschlagenen Konsolidierungskurs bislang fort.

Am Devisenmarkt kommen immer mehr Zweifel auf, ob die US-Notenbank die angedeuteten Zinsschritte nach oben, angesichts der labilen wirtschaftlichen Lage, auch wirklich vollziehen wird. US-Notenbank-Chefin Yellen lieferte gestern vor dem US-Kongress zwar keine Hinweise dazu, trotzdem geriet der US-Dollar im Vergleich zum Euro wieder etwas unter Druck und die Gemeinschaftswährung konnte zeitweise die 1,13-Dollar-Marke übersteigen.

Dank der Währungsgewinne werden heute auch am heimischen Heizöl-Markt möglicherweise nochmals leichte Abschläge zu erzielen sein. Aktuelle Berechnungen lassen derzeit jedenfalls ein kleines Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat nach dem jüngsten Preisrückgang wieder deutlich spürbar zugenommen.

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