Heizöl-News vom 17.02.2016


Heizöl-Markt aktuell: Förderkürzungen lösen sich in Luft auf - Ölpreise fallen!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder den Rückwärtsgang eingelegt, nachdem es in nächster Zeit aller Voraussicht nach nicht zu Förderkürzungen kommen wird. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 32,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 29 Dollar. Der Euro kann sich bei Kursen um 1,1160 US-Dollar im Vergleich zum US-Dollar behaupten.

Bereits am gestrigen Vormittag gab es erste Meldungen, wonach beim Meeting führender Ölförderländer in Katar beschlossen wurde, dass die Rekord-Produktionsmenge vom Januar "eingefroren" werden und dies vom OPEC-Präsidenten an die übrigen Mitglieder herangetragen werden soll.
Dies war sicherlich nicht das was die "Bullen" hören wollten und so wurde wieder fleißig verkauft, zumal aus dem Iran zu vernehmen war, dass man dort keine Marktanteile aufgeben will.
Ansonsten gab es gemischt ausgefallene Konjunkturdaten aus Europa, wo der deutsche ZEW-Konjunktur-Erwartungsindex per Februar die ohnehin konservative Schätzung von 3,2 Punkten mit 1,0 verfehlte, dafür aber die Vergleichszahlen der kompletten EU mit 13,6 Punkten überzeugen konnten.
In den USA fielen die Indikatoren eher schlecht aus, denn weder der NAHB Immobilienindex konnte mit einem Februar-Wert von 58 die Prognose von 61 erreichen, noch der Empire State Index mit minus 16,64 statt minus 10 Punkten.
Schlussendlich gaben die Rohölpreise bis zum Handelsschluss in NewYork um rund 2,5 Dollar nach und schlossen auf Tagestiefstand.

Am Devisenmarkt stellte sich im Verhältnis zwischen dem Euro und dem US-Dollar eine Art Patt-Situation ein. Während die Marktteilnehmer auf weitere expansive Schritte der EZB eingestimmt werden, ist auch der zweite Zinsschritt in den USA von zunehmenden Zweifel behaftet. Entsprechend wenig Bewegung war gestern im Handel zu beobachten.

So können die gefallenen Rohölpreise heute voll auf den deutschen Heizöl-Markt durchschlagen und die Notierungen werden hier aller Voraussicht nach mit einem kräftigen Minus in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen lassen jedenfalls Abschläge in einer Größenordnung von gut einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten.

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