Heizöl-News vom 11.03.2016


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise stabil - Euro zieht an!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern keine größeren Kursbewegungen vollzogen. Anders am Devisenmarkt, wo der Euro, nach der überraschenden Leitzins-Senkung durch die EZB, kräftig anzog und sich somit für die heute leicht nachgebend in den den Tag startenden Heizöl-Notierungen verantwortlich zeigt.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei weiterhin 40,75 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 38,70 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar kräftig zulegen und notiert derzeit zu Kursen um 1,1170 US-Dollar.

Die Rohölpreise starteten gestern zunächst schwächer in den europäisch geprägten Handel, den es an neuen Markt beeinflussenden Impulsen mangelte.
Lediglich aus Deutschland wurde die Handelsbilanz per Januar veröffentlicht, die mit plus 18,9 Mrd. Euro leicht unter der Erwartung von 19,6 und unter dem Vormonatswert von 20,3 Milliarden lag.
Am Nachmittag gab es neue Arbeitsmarktdaten aus den USA, wo die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche von 277.000 auf 259.000 zurückgingen.
Den Vogel schoss aber die EZB ab, die völlig unerwartet den Leitzins von 0,05 auf 0,00 Prozent gesenkt hat.
In erster Reaktion sackte der Euro im Vergleich zum US-Dollar ab und in Folge auch die Ölpreise. Doch die Gemeinschaftswährung konnte sich schnell erholen und ins Plus drehen, was auch den Ölkomplex mit nach oben zog, denn dadurch verbilligte sich das in US-Dollar gehandelte Öl für Käufer außerhalb des Dollar-Raumes.

Die Musik spielte gestern also am Devisenmarkt, wo EZB-Chef Mario Draghi nicht nur die Zinssenkung verkündete, sondern auch weitere expansive Maßnahmen. So werden die monatlichen Anleihekäufe ab April von 60 auf 80 Milliarden pro Monat ausgeweitet und auch der Strafzins für Bankeinlagen wurde auf 0,4 Prozent erhöht. Warum der Euro schlussendlich auf diese Meldungen anstieg ist damit zu begründen, dass dies in gewisser Weise bereits eingepreist worden war und nun wohl auch keine weitere Lockerung mehr möglich ist.

Dank der Währungsgewinnen werden die Heizöl-Notierungen in Deutschland heute aller Voraussicht nach etwas leichter in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Dies könnte sich heute im Laufe des Tages durchaus noch ändern, denn gerade der Devisenmarkt dürfte vorerst volatil bleiben.

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vom März 2016