Heizöl-News vom 17.02.2017


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise weiter festgefahren - Euro etwas stärker!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern keine neue Richtung gefunden und zeigen sich im Tagesvergleich weitgehend unverändert. Da der Euro im Vergleich zur "Ölwährung" US-Dollar etwas zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 55,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,50 Dollar. Der Euro kann spürbare Gewinne erzielen und wird derzeit zu Kursen um 1,0670 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die Börsianer eine Nacht über die in dieser Woche wieder extrem bearish ausgefallene US-Ölbestandsdaten schlafen konnten, änderten sie ihre Meinung nicht und so starteten die Rohölpreise auch gestern wieder stabil in den europäisch geprägten Handel.
Bis in die Mittagsstunden konnten die Futures dann sogar leichte Gewinne erzielen, was mit neuen Spekulationen um eine Verlängerung des OPEC-Abkommens begründet wurde.
Als in den USA am Nachmittag eigentlich recht bullishe Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, sackten der Ölkomplex paradoxerweise kurzzeitig ab.
Es gab gute Zahlen vom Arbeitsmarkt, wo die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche bei 239.000 lag. Analysten hatten im Vorfeld mit 245.000 gerechnet. Der Philadelphia Fed Herstelllungsindex überraschte mit einem Februar-Wert von 43,3 Punkten ebenso positiv, wie die Wohnbaubeginne und -genehmigungen im Januar.
Zu Handelsschluss konnten sich die Ölpreise dann aber wieder erholen und schlussendlich gab es, wie eingangs bereits erwähnt, keine nennenswerte Veränderung.

Etwas mehr Bewegung gab es am Devisenmarkt, wo sich der Euro auch gestern gut behaupten und im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne erzielen konnte. Dies, obwohl die nächste Zinsanhebung in den USA bereits festzustehen scheint und die Themen Griechenland und Frankreich-Wahlen weiterhin auf der Gemeinschaftswährung lasten.

Dank der Währungsgewinne werden die Heizölpreise in Deutschland heute, aller Voraussicht nach, mit leichten Abschlägen in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,4 Cent pro Liter erwarten. Der seit mehr als fünf Wochen existente Seitwärtstrend setzt sich also, bei ruhiger Nachfrage, fort.

Heizöl-Newsarchiv