Heizöl-Newsletter vom 18.05.2010


Sehr geehrter Heizöl-Interessent,

seit unserer letzten Ausgabe von Mitte April, ist an den Finanzmärkten einiges passiert. Wir hatten damals vor allem sicherheitsorientierten Verbrauchern zum Kauf geraten, da wir die nun zu beobachtende Euro-Abwertung auch so erwartet hatten.

Dass die Lage aber in so kurzer Zeit beinahe eskaliert wäre, hätten auch wir nicht gedacht.

Erfreullicherweise sind auch die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten im Zuge der allgemeinen Verunsicherung in den letzten Tagen stark eingebrochen, sodass die Heizölpreise seither unterm Strich kaum angestiegen sind, obwohl zwischenzeitlich sehr wohl neue Jahreshöchststände erreicht worden sind.

Jetzt greift auch noch die Europäische Zentralbank in das Geschehen ein und verteidigt mit allen (vorhandenen und nicht vorhandenen) Mitteln den Euro.

Lesen Sie in dieser Ausgabe, was das für den Heizöl-Markt bedeuten könnte.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

Ölmarkt-Analyse


Der Eurokurs hat innerhalb von nur 20 Tagen rund 10 Dollar-Cent verloren, was auch am Aktien- und Ölmarkt nicht spurlos vorbeigegangen ist.
Denn Investoren nutzen zur Absicherung des US-Dollars gerne auch Engagements in Öl-Kontrakten, die in den letzten Tagen durch die Dollar-Stärke im größeren Stil aufgelöst worden sind und so auch die Ölpreise in die Knie gezwungen haben.
Außerdem fürchten die Börsianer einen Rückfall in die Rezession, der durch die Zahlungsunfähigkeit einiger EU-Länder ausgelöst werden könnte.

Trotz des Mega-Rettungspaketes der EU, wird der Euro wohl schwach bleiben.
Auch oder gerade weil die Europäische Zentralbank nun auch selbst Staatsanleihen aufkaufen will. Da das hierzu benötigte Geld aber gedruckt werden muss, fördert das nicht unbedingt das Vertrauen in einen starken Euro.

Der durch die Folgen der Finanzkrise (Niedrig-Zins-Politik, Geldmengenwachstum) ohnehin schon entstandene Infaltionsdruck, dürfte sich also künftig noch weiter verstärken, was unter anderem auch den Ölpreis wieder antreiben könnte.

+ preistreibende Faktoren
  • hohe und kräftig steigende Nachfrage aus Asien
  • weltweit positive Konjuntkurerwartungen
  • hohe Liquidität an den Kapitalmärkte, niedrige Zinsen
  • "Inflationsschutz Öl"

- preisdrückende Faktoren
  • nach wie vor sehr hohe Lagerbestände
  • fehlende Disziplin der Ölförderländer
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • schwacher Euro/starker US-Dollar



Heizölpreis-Prognose für die nächsten vier Wochen


Wir rechnen kurz- und mittelfristig damit, dass die Dynamik der Konjunkturerholung - allein schon aufgrund der niedrigen Zinsen und der hohen Liquidität - zunächst weiter zulegen wird, was auch den Ölpreis wieder nach oben treiben dürfte.

Beim Euro gehen wir in den nächsten Tagen und Wochen hingegen von einer eher stabilen bis weiter eher schwachen Entwicklung aus.

In Folge dürften die Heizölpreise also auch in den kommenden Tagen und Wochen tendenziell wieder nach oben drehen.

Wir empfehlen also erneut, auf dem aktuell doch stark vergünstigtem Niveau online zu bestellen.

Berechnen Sie sich hier den aktuellen Heizölpreis für Ihren Wohnort!


Bio-Heizöl auf dem Vormarsch


Nachdem in Deutschland die flächendeckende Umstellung auf schwefelarmes Heizöl immer weiter voranschreitet und zum Ende des Jahres größtenteils abgeschlossen sein dürfte, bieten immer mehr unserer Partnerhändler jetzt auch Bio-Heizöl mit einem biogenen Anteil von rund 10 Prozent an.

Wer beispielsweise in Baden-Württemberg seine alte Heizung durch eine neue ersetzt, muss ab dem 01.01.2010 das Erneuerbare-Wärme-Gesetz erfüllen.
Dieses schreibt die Verwendung von mindestens 10 Prozent erneuerbare Energien vor.
Bioheizöl erfüllt diese Vorgabe, was zeigt, dass Sie mit einer Ölheizung eine zukunftssichere Wärmequelle im Haus haben.



Öl-Brennwerttechnik wird immer beliebter


Im vergangenen Jahr waren sechs von zehn neu installierten Ölheizungen Brennwertgeräte. Insgesamt wurden 24 Prozent mehr Anlagen verkauft, als noch im Vorjahr.
Dagegen verzeichneten Festbrennstoffkessel wie Pellets- oder Scheitholzanlagen ein Minus von 12 Prozent, wobei sich dieser Trend durch den kürzlich beschlossenen Stopp des Markanreizprogrammes für erneuerbare Energien eher noch verstärkten dürfte.
Der Ersatz eines alten Heizkessel durch eine neue Öl-Brennwerttechnik senkt den Verbrauch um bis zu 30 Prozent und wird von der KfW-Förderbank weiterhin bezuschusst.