Heizöl-Newsletter vom 07.05.2009


Sehr geehrter Heizöl-Interessent,

Unsere Markteinschätzung vom letzten Newsletter im März scheint sich als absolut richtig herauszustellen! Die Ölpreise haben eine ausgedehnte Bodenbildung vollzogen, ohne jedoch neue Tiefstände zu erreichen und laufen nun Gefahr, wieder nach oben auszubrechen.
Grund ist der wieder ansteigende Konjunkturoptimismus, der derzeit auch die Aktienmärkte beflügelt. Getragen wird dieser zwar nur von einigen guten Daten zum US-Immobilienmarkt, durchwachsenen Unternehmensmeldungen und ein paar positiven Stimmungsindikatoren, doch das reicht anscheinend aus, um wieder positiver in die Zukunft blicken zu können.
Und in der Tat dürften sich die enormen Kapitalspritzen der Regierungen und Notenbanken rund um den Globus, bald in eine inflationäre Tendenz wandeln, die sich meist als erstes in steigenden Rohstoffpreisen ausdrückt.
So sind die Rohölpreise seit Anfang März bereits um gut 40 Prozent gestiegen und auch Gold, Silber und Metalle wie Kupfer und Nickel, haben sich weit von ihren Tiefständen entfernt.

Dank des steigenden Euros hat der ernorme Preisanstieg der Öl-Futures am Heizölmarkt noch nicht so richtig durchgeschlagen, wenngleich auch hier die Preise mittlerweile gut zwei Cent pro Liter über den günstigsten Notierungen von Mitte März liegen.
Mittelfristig betrachtet - und so sollte man den Heizölmarkt als Verbraucher auch sehen - ist die Seitwärtsbewegung seit Anfang des Jahres aber immer noch voll in Takt und die Heizölpreise befinden sich nach wie vor auf einem äußerst attraktiven Niveau - übrigens dem günstigsten seit rund vier Jahren!

Bei anderen Energieformen sieht es da bedeutend schlechter aus: Die großen Gas- und Stromversorger gehen nur sehr zögerlich mit den ohnehin überhöhten Tarifen nach unten und auch die Holzpelletspreise befinden sich mittlerweile wieder auf Augenhöhe der Heizöl-Notierungen, ungeachtet der enormen Investitionskosten für eine Pellets-Heizungsanlage.
Sie, als Betreiber einer Ölheizungsanlage, haben also auf das richtige Pferd gesetzt und immer mehr Verbraucher sehen das genauso. Sie investieren lieber unkompliziert und ohne großen Umbauaufwand ein paar tausend Euro in eine neue, sparsame und umweltfreundliche Öl-Brennwertheizung, als Zigtausende in oft nur auf den ersten Blick alternative und ökologische Systeme, die noch dazu meist wenig ausgereift sind.

Zwar sehen auch wir die Ölpreise mittel- und langfristig wieder deutlich über dem aktuellen Niveau, die zunehmenden Effizienzsteigerungen und auch weiterhin gedämpfte Konjunkturaussichten werden den weltweiten Ölverbrauch aber deutlich niedriger halten, als dies noch vor kurzem von den meisten Analysten prognostiziert wurde. Das sollte sowohl Versorgungssicherheit und auch Preisstabilität mit sich bringen.
Auch kurzfristig betrachtet erwarten wir in den nächsten Wochen und Monaten eher steigende Heizölpreise. Die nachfolgende Grafik zeigt, dass die Notierungen im Mittel der letzten fünf Jahre stets im Sommer angestiegen sind.

Wer allerdings jetzt noch freie Tankkapazitäten hat, sollte ernsthaft prüfen, die aktuellen Niedrigpreise zur Bevorratung zu nutzen! Denn die Risiken eines weiteren Anstieges überwiegen derzeit eindeutig gegenüber der Chance auf weiter fallende Notierungen.