Der Wettstreit in der Familie: Motivationstipps für das Energiesparen zu Hause, Teil 2

Gepostet am 26. Jan. 2013 in Energiesparen, Motivationstipps, Ratgeber

Der Wettstreit in der Familie: Motivationstipps für das Energiesparen zu Hause, Teil 2

Erfolge veranschaulichen

Versuchen Sie, die Erfolge, welche Ihre Familie durch das Energiesparen erreicht hat, zu veranschaulichen, um Ihre Kinder auch weiterhin zu motivieren. Triste Zahlen auf Stromabrechnungen, Minderausgaben für Benzin und sonstige trockene Fakten sind für viele Kinder allerdings nicht unbedingt spannend, da zu abstrakt.

Besser ist es, die eigenen Erfolge anschaulicher darzustellen. Hierfür müssen Sie auch nicht Monate verstreichen lassen – Kinder neigen in der Regel eher zur Ungeduld und wollen schnelle Erfolge sehen, um motiviert zu bleiben. Gehen Sie mit Ihren Kindern zum Beispiel mithilfe eines entsprechenden Messgerätes auf die Suche nach Stromfressern in der eigenen Wohnung. Haben Sie einen Stromfresser gemeinsam ausgemacht und sich entschieden, ein energieeffizienteres Gerät anzuschaffen, können Sie Ihren Kindern mithilfe des Messgerätes den Unterschied vor Augen führen.

Anschaulich werden Verbrauchszahlen dabei auch immer dann, wenn Sie mit Bildern arbeiten und bei einer 50-prozentigen Energieeinsparung bei einem neuen Kühlschrank zum Beispiel verdeutlichen, dass Sie früher sozusagen Energie für zwei Kühlschränke aufbringen mussten.

 

Ersparnisse nutzen

Energiesparen dient nicht nur der Umwelt, sondern auch der Familienkasse. Ziehen alle Familienmitglieder mit, kann eine Familie in einem Jahr so viel Geld einsparen, dass zum Beispiel ein kleiner Familienausflug als Belohnung finanzierbar wird. Stellen Sie Ihren Kindern diese Belohnung in Aussicht, um sie zu motivieren.

Bleiben Sie hierbei allerdings realistisch und versprechen Sie nicht gleich, einen ganzen Urlaub von den Einsparungen unternehmen zu können. Können Sie solche Versprechungen schlussendlich nicht erfüllen, könnte sich dies negativ auf die weitere Motivation Ihrer Kinder auswirken, am familieninternen Energiesparen teilzunehmen.

Die Belohnung, die Sie sich und Ihren Kindern für den Aufwand gönnen, kann dabei gleichzeitig wieder einen umweltfreundlichen Aspekt aufweisen: Unternehmen Sie zum Beispiel eine schöne Radtour, anstatt mit dem Auto zu einem Ausflugsziel zu fahren. Auf diese Art und Weise verhindern Sie, dass widersprüchliches Handeln auf Dauer zur Tagesordnung wird. Zugleich sparen Sie weiter, sodass auch die nächste Belohnung für Sie und Ihre Familie schneller zu erreichen ist.

 

Kritisch bleiben

Unser Wissen über Klima- und Umweltschutz verbessert sich stetig. Bei dieser Entwicklung bleibt es nicht aus, dass manch einem Verhalten, das in früheren Zeiten als umweltfreundlich bezeichnet
wurde, diese Eigenschaft später nicht mehr unbegrenzt zugesprochen wird. Erfahren Ihre Kinder, dass es solche Bewertungsveränderungen gibt, können sie unterschiedlich reagieren. Denkbar sind zum Beispiel Frustration oder Ratlosigkeit, wie man die Probleme nun angehen soll.

Haben Sie ein offenes Ohr für solche Probleme und beharren Sie nicht dogmatisch auf Ihren Ansichten. Bleiben Sie lieber kritisch – auch in Bezug auf Ihr eigenes Verhalten – und versuchen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern, neue Lösungen zu finden. Vermitteln Sie dabei auch, dass ein veränderter Erkenntnisstand nicht von der grundsätzlichen Notwendigkeit entbindet, verantwortungsvoll mit Energie, Klima und Umwelt umzugehen.