Heizölpreis-Prognose 01/2018 bis 02/2018

Gepostet am 16. Jan. 2018 in News

Auch die Heizölpreise hierzulande kennen seit Mitte letzten Jahres nur eine Richtung und seither sind die Notierungen um rund 25 Prozen t angestiegen.

Dies liegt jedoch deutlich unter dem Teuerungswert der Rohölpreise, denn im Heizölpreise sind fixe Preisbestandteile, wie Steuern und Transport- und Verarbeitungskosten enthalten, die ja in der Regel konstant bleiben.
Aber auch der Euro hat sich seit April letzten Jahres prächtig entwickelt und so für uns das in US-Dollar gehandelte Rohöl beim Import verbilligt!
Die Gemeinschaftswährung steht derzeit mit rund 1,22 US-Dollar im Vergleich zum „Greenback“ auf dem höchsten Stand seit gut drei Jahren, was zuletzt vor allem mit veränderten Zinserwartungen begründet werden kann.
Nach Jahren der extrem lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) scheint sich in diesem Jahr nun eine Kehrtwende anzubahnen und erstmals seit 2011 könnte es wieder eine leichte Zinsanhebung geben.
Dieses Szenario wird an den Märkten derzeit gespielt, jedoch lieferten auch die Wahlausgänge in den Niederlanden, Frankreich, Österreich und auch Deutschland, sowie die zuletzt gute Wirtschaftsentwicklung in der EU, eine gute Basis für die positive Entwicklung des Euro .
Nichtsdestotrotz haben die hohen Rohöpreise natürlich auch auf die heimischen Kraft- und Heizölpreise durchgeschlagen. Die Ölheizer kaufen seit Wochen und Monaten nur was unbedingt gebraucht wird und das ist angesichts des bisher recht milden Winters nicht besonders viel.
So klagt der Handel über eine recht schwache Nachfrage, die aber leider keinen spürbaren Einfluss auf die Heizöl-Preisentwicklung hat, den der Anteil der dünnen Handelsmarge am Gesamtpreis fällt kaum ins Gewicht!
Auch wenn eine Korrektur am Ölmarkt seit Wochen überfällig erscheint, sehen wir in den nächsten Wochen noch keinen größeren Einbruch der internationalen Rohölpreise.
Ob es den überhaupt geben wird, ist derzeit mehr als fraglich, denn die OPEC will ihre Förderpolitik nach heutigem Kenntnisstand nicht korrigieren und die Entwicklung der globalen Nachfrage kann nach wie vor als sehr robust bezeichnet werden.
Daher rechnen wir auf Sicht von vier Wochen mit stabilen, bestenfalls leicht nachgebenden Heizölpreisen.
Wer auf bessere Notierungen im zweiten oder dritten Quartal setzen will, mit dem aktuellen Bestand aber nicht über den Winter kommt, bestellt am besten eine kleinere Menge , um sich wieder etwas Zeit zu verschaffen.