Heizölpreis-Prognose 01/2019 bis 02/2019

Gepostet am 16. Jan. 2019 in News

Wenn es so viele Fragezeichen zum Thema Rohölpreisentwicklung gibt, dann ist natürlich auch die Prognose zur weiteren Entwicklung der Heizölpreise äußerst schwierig. Zumal wir in den letzten Monaten auch gelernt haben, dass es hier zusätzliche Einflüsse geben kann, die mit dem globalen Ölmarkt nicht zu tun haben, wie beispielsweise Niedrigwasser oder Raffinerieausfälle.
Der Chart zeigt sehr schön auf, wie sich die Heizölpreise im Herbst von den Rohölpreisen eben aufgrund dieser Probleme abgekoppelt haben.

Der Preisverlauf zeigt aber auch, dass die Inlandspreise im Verhältnis zu den internationalen Ölpreisen derzeit immer noch ein Stück zu hoch sind, was sicherlich nicht am Wechselkursverhältnis zwischen US-Dollar und Euro liegt, das in den letzten Monaten sehr stabil geblieben ist. Vielmehr hat die extreme Nachfrage kaum Spielraum für weitere Preissenkungen gelassen, denn der Handel ist über die nächsten Wochen hinaus vollkommen ausgebucht.
Dies liegt unter anderem auch daran, weil die meisten Verbraucher unserer Empfehlung gefolgt sind und im teueren Herbst nur eine Teilmenge geordert haben. In den letzten Wochen wurde dann auf deutlich niedrigerem Niveau fleißig nachbestellt , was zu einem regelrechten Bestellboom geführt hat.
Die Strategie ist für die Kunden, die unseren Rat befolgt haben, aber zu 100 Prozent aufgegangen , denn die Notierungen sind von durchschnittlich 90 Cent pro Liter zu Ende Oktober, auf rund 65 Cent zur Jahreswende hin gefallen. Wer damals nur 1.000 statt 3.000 Liter bestellt hat, konnte mit den nachbestellten 2.000 Litern bis zu 500 Euro sparen und in der Gesamtbetrachtung dann doch noch recht günstig tanken!

In den letzen Tagen hat sich die Nachfrage wieder etwas beruhigt und so rechnen wir damit, dass sich die Lieferzeiten, von derzeit mehreren Wochen, in nächster Zeit etwas verkürzen werden.  Gleichzeitig sollten sich auch die im Vergleich zum globalen Ölpreis noch im Markt befindlichen Aufschläge langsam reduzieren, sodass wir von dieser Seite her recht optimistisch sind, dass sich die Heizöl-Notierungen auch in nächster Zeit weiter recht freundlich entwickeln werden.  Vorausgesetzt natürlich die Rohölpreise zeigen sich halbwegs stabil.
Ein großes Fragezeichen ist hier aber sicherlich der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar , der nicht unwesentlich vom Ausgang des Brexit beeinflusst werden wird. Kann es sein, dass Großbritannien doch noch in der EU bleibt? Eventuell liefert auch der Euro noch einen positiven Impuls auf unsere Heizölpreise!
Auf Sicht von vier Wochen rechnen wir also damit, dass die Heizöl-Notierungen stabil bleiben, bestenfalls sogar noch etwas zurückgehen können.