Heizölpreis-Prognose 02/2019 bis 03/2019

Gepostet am 20. Feb. 2019 in News

Die Lage am Heizöl-Markt hat sich in den letzten Tagen etwas entspannt, was zum einen natürlich an den vorfrühlingshaften Temperaturen, zum anderen sicherlich aber auch an den deutlich gestiegenen Preisen liegt.
Trotzdem haben sich die Heizöl-Notierungen im Vergleich zu den Rohölpreisen in letzter Zeit verhältnismäßig positiv entwickelt.

Der Grund liegt darin, dass aufgrund der extremen Nachfrage im Handel teilweise immer noch recht hohe Logistikaufschläge enthalten waren, die nun endgültig ausgepreist sind. Trotzdem stehen die Heizölpreise derzeit auf dem höchsten Stand des bisherigen Jahres und es ist zu befürchten, dass es in nächster Zeit durchaus noch weiter nach oben gehen könnte.
Mittel- und Langfristig gesehen, dürften die Bäume am Ölmarkt aber nicht in den Himmel wachsen, denn die globalen Konjunkturaussichten sind weiterhin nicht rosig und auch auf der Angebotsseite könnte sich gerade das Thema Venezuela auch positiv auswirken. Sollte es dort zu einem Regierungswechsel kommen, würde sich die Ölindustrie im Land mit den weltweit größten Ölreserven wohl schnell wieder erholen.
Hierzulande bleiben am Heizöl-Markt die langen Lieferzeiten weiterhin ein großes Problem.  Auch wenn die Nachfrage in diesen Tagen etwas zurückgegangen ist, schieben die Händler immer noch einen Berg voller Aufträge vor sich her. Eine derartige Boomphase, wie sie von Ende November bis Ende Januar zu beobachten war, ist nahezu beispiellos.
Mitverantwortlich hierfür war sicherlich die allgemeine Empfehlung vom Herbst letzten Jahres, den Tank nur zum Teil zu füllen und später im Winter bei günstigeren Preisen nachzutanken. Die Verbraucher befolgten dies im großen Stil und die Strategie ging erfreulicherweise auch voll auf.

Von Währungsseite  bleiben die Einflüsse auf den Heizöl-Markt nach wie vor sehr gering. Der Euro bewegt sich seit Monaten meist in einer Handelsspanne zwischen 1,13 und 1,15 US-Dollar und solange es keine gravierenden News zum Thema Brexit gibt, dürfte sich daran auch wenig ändern.
Insgesamt rechnen wir in den nächsten Wochen tendenziell mit weiter leicht anziehenden Heizölpreisen , die wohl oder übel der Entwicklung des Rohöl-Marktes folgen müssen.  Es besteht jedoch berechtigte Hoffnung, dass es noch in der ersten Jahreshälfte zu einem Rücksetzer kommen wird, der dann gerade von sicherheitsorientierten Ölheizern zur Bevorratung genutzt werden sollte.