Heizölpreis-Prognose 04/2016 bis 05/2016

Gepostet am 19. Apr. 2016 in News

So wie wir in der letzten Ausgabe unseres Newsletters bereits den Erfolg des bereits thematisierten Treffens von OPEC und Co. bezweifelt hatten, schätzten wir auch die stabile Entwicklung der Heizölpreise richtig ein, wenngleich zwischenzeitlich eine kleine Delle für Freude unter den Heizölkäufern sorgte.

Diese wurde auch eifrig zu Käufen genutzt und so sprangen die Umsätze Anfang April auf Winterniveau an.
Jetzt aber werden wohl die meisten Verbraucher wieder in Lauerstellung gehen und hoffen, dass das Scheitern der Verhandlungen zum allseits prognostizierten Ergebnis führt.
Aber es gibt – wie bereits erwähnt – auch noch andere wesentliche Einflussfaktoren.
So ist die Zahl der aktiven Bohranlagen in den USA auf den niedrigsten Stand seit 2009 gefallen und sicherlich wird man sich in gefestigten Demokratien, die nicht zur Gänze vom Öl abhängig sind, die Frage in Politik und Unternehmen stellen, ob das kostbare Öl zu den aktuellen Schleuderpreisen unbedingt verhöckert werden muss.
Nach aktuellen Aussagen werden die wichtigsten Ölförderländer jedoch wohl weiter versuchen, ihre Marktanteile zu halten bzw. auszubauen und so dürfte auch der Druck auf die Ölpreise bis auf weiteres hoch bleiben.
Auch der Euro meint es derzeit gut mit Heizölkunden und Autofahrern. In den USA deutet sich nämlich an, dass die US-Notenbank die vier angekündigten Zinsschritte in diesem Jahr wohl doch nicht vollziehen wird und so konnte die Gemeinschaftswährung, auch weil es derzeit erfreulicherweise still um Staats- und Bankenpleiten geworden ist, in den letzten Wochen deutlich zulegen.
Wir gehen davon aus, dass sich der Euro auf aktuellem Niveau stabilsieren kann und sehen von dieser Seite derzeit keinen negativen Einfluss auf den heimischen Heizöl-Markt.
Konklusion:
Auf Sicht von vier Wochen rechnen wir somit tendenziell mit rückläufigen Heizölpreisen!
Wie hoch die Abschläge ausfallen werden, ist aber äußert unsicher, denn wie oben thematisiert, scheint der Ölmarkt langsam über die normalen Gesetzmäßigkeiten von Angebot und Nachfrage zu funktionieren.