Heizölpreis-Prognose 05/2018 bis 06/2018

Gepostet am 23. Mai. 2018 in News

So hatten wir uns alle den Start in den Sommer sicher nicht vorgestellt und damit meinen wir nicht das derzeit wirklich sehr angenehme Spätfrühlingswetter, sondern natürlich die Entwicklung der Heizölpreise .

Seit nunmehr drei Monaten kennen die Notierungen nur noch den Weg nach oben und es ist zu befürchten, dass sich dieser Trend noch weiter fortsetzen wird .
Denn es ist nunmal Fakt, dass der globale Ölmarkt derzeit unterversorgt ist und das Delta hier eher noch größer wird, sollte die OPEC das Förderabkommen nicht bald aussetzen oder beenden.
Es zeigt sich in diesen Wochen aber auch ganz deutlich, wie wenig Angebot und Nachfrage im Inland, mit der Entwicklung des Heizölpreises tatsächlich zu tun haben.
Der Winter fiel insgesamt wieder recht moderat aus und das Kaufinteresse blieb aufgrund der steigenden Preise in den ersten Monaten des Jahres zudem relativ gering.
Trotzdem folgen unsere Notierungen natürlich unaufhaltsam den Vorgaben von den internationalen Ölmärkten.
Einzig und allein das Wechselkursverhältnis zwischen US-Dollar und Euro hat noch einen spürbaren Einfluss auf unsere Heizöl- und Kraftstoffpreise, doch auch von dieser Seite kommt weiterhin  eher Gegenwind .
Wie aus nachfolgender Grafik sehr schön hervorgeht, mussten wir Europäer in den letzten vier Wochen deutlich mehr für einen US-Dollar bezahlen und da Öl bekanntlich in Dollar abgerechnet wird, verteuert dies natürlich unsere Ölimporte zusätzlich.
Während die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik bis auf weiteres festhalten will, rechnen die meisten Marktbeobachter mit ingesamt vier Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Außerdem zeigen sich erste Bremsspuren in der EU-Wirtschaft, während sich die USA hier im Aufwind befindet.
Keine guten Zeiten also für alle Ölheizer und Autofahrer.
Aber ganz so schlimm, wie wir das alle derzeit empfinden, ist es nicht, wenn man sich die langfristige Entwicklung der Heizölpreise betrachtet.
Von Heizölpreisen weit über 80 Euro, so wie in den Jahren 2008, 2011, 2012 und 2013 sind wir derzeit noch weit entfernt und wer das Risiko einer weiteren Verteuerung aus dem Wege gehen will, sollte einfach bereits jetzt seinen Tank für den nächsten Winter füllen, oder aber zumindest eine Teilmenge ordern.
Nur sehr spekulativ orientierten Verbrauchern ist ein weiteres Zuwarten wirklich zu empfehlen, denn auch in den nächsten vier Wochen ist mit einem weiteren Anstieg der Heizöl-Notierungen zu rechnen.