Heizölpreis-Prognose 05/2017 bis 06/2017

Gepostet am 19. Mai. 2017 in News

Am heimischen Heizöl-Markt sorgte der Ölpreis-Rückgang zwischenzeitlich nicht nur für  neue Jahrestiefstände , sondern auch für eine für diese Jahreszeit extrem hohe Nachfrage  der Verbraucher.

Der kalte Januar und die ungewöhnlich lang andauernde Heizperiode haben die Bestände in den Heizöltanks doch erheblich reduziert und nach einer durchaus spürbaren  Kaufzurückhaltung in den ersten Monaten des Jahres , gab es Anfang Mai kein Halten mehr. Es wurde soviel geordert, wie es um diese Zeit zumindest im Onlinehandel noch nie der Fall war.
Dass man auf dem derzeitigen Niveau kaum etwas falsch machen kann , zeigt sehr schön unser Langzeitchart der letzten fünf Jahre.
Trotzdem gibt es immer noch sehr viele, eher spekulativ veranlagte Ölheizer, die noch nicht getankt haben und auf weitere Rückgänge im Sommer hoffen.
Diese sind aus jetziger Sicht auch nicht auszuschließen, auch wenn sich OPEC und Co., wie oben thematisiert und erwartet, auf eine Fortführung der Abkommens einigen sollten. Eine Garantie für weiter steigende Ölpreise in eine Region um 60 Dollar je Fass, so wie es das Kartell gerne hätte, ist dies nicht!
Denn der Mengendruck aus der nordamerikanischen Schieferölindustrie wird hoch bleiben und das Kartell muss sich die Quotentreue immer wieder aufs Neue beweisen.
Hinzu kommt, dass Länder wie der Iran, Libyen und Nigeria von Förderkürzungen wohl weiter ausgenommen werden und somit auch von dieser Seite etwas höhere Mengen zu erwarten sind. Noch unklar ist, wie sich das „Öl-Schwergewicht“ Irak verhalten wird.
Eine Prognose zum weiteren Verlauf der Heizölpreise ist somit derzeit äußerst schwierig, wollen sie aber trotzdem wagen.
In den nächsten Wochen rechnen wir mit Rohölpreisen zwischen 50 und 55 US-Dollar und sehen die Vorgaben von den internationalen Warenterminmärkten somit eher neutral.
Von Währungsseite erwarten wir aktuell ebenfalls stabile bis leicht preisdrückende Vorgaben .
Die Frankreich-Wahl und die zuletzt recht robusten Konjunkturdaten aus der EU haben den Euro auf das höchste Niveau seit einem halben Jahr gehievt und wird sind guter Dinge, dass dies auch in naher Zukunft verteidigt werden kann.
In Summe sehen wir also, unabhängig von der Entscheidung der OPEC, auch in den nächsten Wochen eher stabile Heizölpreise zwischen 52 und 57 Cent pro Liter.
Da aber eine Überraschung gerade in diesen Tagen nie auszuschließen ist, empfehlen wir dringend, die  Heizölpreisentwicklung derzeit gut zu beobachten , um eventuell schnell reagieren zu können.